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Durch die US-Wahl sei einmal mehr die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft sichtbar geworden – und auch wenn von Joe Biden politisch die schlimmsten Fehler Trumps berichtigen kann, es wird ihm wohl kaum gelingen die tiefen Gräben zwischen den unterschiedlichen Lagern zuzuschütten, sagt der Historiker Detlef Junker im Gespräch mit SWR2.

Zu weit habe sich das Weltbild von Republikanern und Demokraten in den letzten Jahren auseinanderentwickelt. In amerikanischen Familien sei es inzwischen gängig, zu Familientreffen zu verabreden, „es wird nicht über Politik geredet“, so der Gründungsdirektor des Heidelberg Center for American Studies.

US-Präsidentschaftswahl 2020 Wahlkrimi entschieden: Joe Biden wird der 46. Präsident der USA

Nach einer mehrtägigen Zitterpartie steht das Ergebnis fest: Joe Biden hat die US-Präsidentschaftswahlen 2020 gewonnen. Der Demokrat konnte sich nach einem Auszähl-Krimi mit knappen Mehrheiten insgesamt die nötige Mehrheit von 270 Wahlmännern sichern. Der amtierende Präsident Donald Trump hat seine Niederlage bisher nicht eingestanden und versucht, das Ergebnis der Wahl auf dem Rechtsweg anzufechten. Die Chancen stehen jedoch schlecht.  mehr...

Gespräch US-Wahlen zeigen tiefe soziale Spaltung

„Ich glaube, dass die USA momentan vor der größten Bewährungsprobe stehen seit dem Bürgerkrieg, also seit über 140 Jahren", sagt Prof. Boris Vormann, Politikwissenschaftler am Bard College Berlin in SWR2 am Morgen. Wenn die Wahlen angezweifelt würden, dann sei es nicht mehr klar, dass eine Partei abgelöst werden könnte. Und dann würde es schwierig für den Rest der Bevölkerung zu akzeptieren eine Wahl verloren zu haben mit der eigenen Partei. „Und die Spaltung ist extrem, die Spaltung war in den USA immer tief, aber sie ist so extrem, dass es jetzt einen Riss in der Bevölkerung zu geben scheint. Und das zu kitten, wird enorm schwierig", so Vormann.  mehr...

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Gespräch Spaltung statt plurale Einigkeit: Der Nationalfeiertag der USA im Zeichen von Corona

Ausgerechnet am Mount Rushmore National Memorial, an dem Denkmal mit den monumentalen Präsidentenköpfen, will Trump den diesjährigen Unabhängigkeitstag feiern. Damit wolle sich Trump einreihen in die Nationalgeschichte der USA, sagt Boris Vormann im SWR2 Journal am Morgen. Der Politikwissenschaftler, einer der führenden USA-Experten in Deutschland, lehrt am Berliner Bard College.  mehr...

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Wort der Woche Cancel Culture - erklärt von Bernhard Pörksen

Im Duden steht dieser Begriff (noch) nicht: „Cancel Culture" ist ein recht junger, politischer Ausdruck, der aus den USA nach Deutschland gekommen ist. Damit kann ein Online-Boykott bestimmter Menschen aus Politik und Kultur gemeint sein, aber auch das Entfernen von Statuen und Denkmälern im öffentlichen Raum oder auch die Absage einer Kulturveranstaltung. Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen sieht in der in Deutschland zum Teil sehr erregt geführten Diskussion allerdings eher eine Scheindebatte  mehr...

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