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In der Dominikanischen Republik wütete Diktator Rafael Trujillo. Oppositionelle ließ er niedermetzeln. So auch Minerva, Patria und Maria Teresa Mirabal.

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Am 25. November 1960 fahren die Schwestern Minerva, Patria und Maria Teresa Mirabal mit einem Chauffeur ins abgelegene Gefängnis von Puerto Plata. Sie besuchen ihre Männer, die der Diktator Trujillo dort inhaftiert hat.

Die jungen Frauen selbst waren kurz zuvor aus der Haft entlassen worden, wie ihre Männer gehören sie der Widerstandsorganisation mit dem Namen „Bewegung des 14. Juni“ an. Von ihrem Besuch kommen die Schwestern nicht zurück. Für ihre Mutter und die zu Hause gebliebene Schwester Dédé ist klar: Die Schwestern sind ermordet worden.

Diktator Trujillo ging mit brutalster Gewalt gegen Regimegner vor

Das Regime will den Mord an den Schwestern Mirabal, die im Untergrund den Decknamen „Las Mariposas“- die Schmetterlinge - tragen, vertuschen. Die Familie aber lässt trotz Verbots die Leichen untersuchen, und es wird schnell klar, dass die jungen Frauen erwürgt, geschlagen und dann mitsamt Jeep einen Steilhang hinuntergestoßen wurden.

In den 30 Jahren seiner Herrschaft ging Trujillo mit brutalster Gewalt gegen Regimegegner vor, ließ rund 30 000 Menschen töten. Der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa machte ihn zur schrecklichen Hauptfigur seines Romans „Das Fest des Ziegenbocks“.

Der 25. November ist heute der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“.

Im Januar 1960 flog die Widerstandsbewegung der Schwestern auf, und am 25. November schlug der Diktator zu, ließ Minerva, Patria und Maria Teresa töten. Der TyrannTrujillo sollte die Schmetterlinge nicht lange überleben. Im Mai 1961 wurde er in seinem Heimatort erschossen.

Die Schwestern Mirabal aber wurden zur Legende. Ihre Schwester Dédé Mirabal betreute bis zu ihrem Tod im Jahr 2014 ein kleines Museum im letzten Wohnhaus der Schwestern, und der Tag der Ermordung der „Mariposas“, der 25. November, ist heute der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“.

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