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Die neue nukleare Bedrohung – Was nützt der Atomwaffensperrvertrag?

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Claus Heinrich diskutiert mit
Dr. Andrew Denison, Transatlantic Networks, Königswinter
Dr. Oliver Thränert, Center for Security Studies, Zürich
Andreas Zumach, Journalist, Berlin

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Vielleicht hat die kalte Logik der gegenseitigen atomaren Auslöschung den Frieden im Kalten Krieg gerettet. Aber vielleicht haben wir auch nur Glück gehabt.

Das wird die Welt in Zukunft auch brauchen, wenn immer mehr Staaten über die Bombe verfügen und die modernisierten Trägersysteme eine unkalkulierbare Eskalation wahrscheinlicher machen.

Kann der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, der ab heute turnusgemäß bei den Vereinten Nationen überprüft wird, noch schlimmeres verhindern?

Militär Europas Atomwaffen – Brauchen wir eine neue Abschreckung?

Eine Atommacht Europa - mit starker Beteiligung Deutschlands? Das fordern einige Sicherheitspolitiker angesichts der weltpolitischen Entwicklung. Andere warnen vor den Folgen.  mehr...

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Tagesgespräch ICAN: Ohne Atomwaffen sähe der Ukraine-Krieg anders aus

Das international renommierte Bündnis gegen Atomwaffen ICAN hofft darauf, dass sich die Atommächte ebenso wie Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft einem Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffen anschließen. Im SWR2 Tagesgespräch sagte das ICAN-Vorstandsmitglied Florian Eblenkamp, der Ukraine-Krieg habe einmal mehr verdeutlicht, dass mit Atomwaffen keine Politik gemacht werden könne, stattdessen handele es sich um Massenvernichtungswaffen. "Das Szenario könnte zum Beispiel sein, dass in einer Konfliktsituation einfach aus Versehen eine Atomwaffe eingesetzt wird, die dann einen Gegenschlag verursacht und dann im Armageddon enden würde“, so Eblenkamp. Zudem sei es weiterhin möglich, dass der russische Präsident den gezielten Einsatz einer Atombombe als Ausweg in Betracht ziehen könne. Mit dem Ukraine-Krieg sei einmal mehr deutlich geworden, dass das Prinzip der Abschreckung nicht funktioniere.  mehr...

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3. bis 5.4.2009 Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt

3. bis 5.4.2009 | Als Ende 2008 Barack Obama zum neuen US-Präsidenten gewählt wird, setzen viele große Hoffnungen in den jungen Charismatiker. Wie sehr er Menschen begeistern kann, zeigt sich auch bei seinem Europa-Besuch Anfang April 2009. Obama ist noch keine drei Monate im Amt und überrascht die Welt mit einem großartig klingenden Plan, den er auf einer Rede vor 4.000 Jugendlichen am 3. April in Straßburg erstmal nur andeutet: Er werde beim EU-USA-Gipfel in Prag Vorschläge für eine Welt ohne Atomwaffen unterbreiten.
Nicht nur die Jugendlichen in Straßburg sind begeistert, auch der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erfreut über dieses "Signal von großer Tragweite". Endlich sei das Abrüstungsthema wieder auf der Tagesordnung.
Barack Obama reist von Straßburg weiter zum NATO-Gipfel nach Baden-Baden und von dort weiter zum EU-USA-Gipfel nach Prag. Dort führt er seinen Gedanken vor 20.000 Zuschauern noch etwas weiter aus.
Noch im selben Jahr bekommt er für seine Abrüstungsideen den Friedensnobelpreis – von dem später viele sagen werden, dass das viel zu früh war. Denn rückblickend betrachtet war es nicht mehr als ein großes Versprechen: eine charismatische Rede, aus der nichts weiter wurde.  mehr...

Archivradio-Gespräch Die deutsche Friedensbewegung – Was bleibt vom Pazifismus?

Am 10. Juni 1982 demonstrieren in Bonn eine halbe Million Menschen gegen die NATO. Es ist der Höhepunkt der deutschen Friedensbewegung. Heute ist es ruhiger um sie geworden. Wo stehen deutsche Pazifisten angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine?  mehr...

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