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Der Antisemitismus-Vorwurf werde missbräuchlich gegen die Israel-Boykottbewegung BDS ins Feld geführt, findet der Publizist Micha Brumlik, „was nicht heißt, dass alle Maßnahmen und Programme dieser BDS-Bewegung gut sind.“ Mit dem Hinweis auf vermeintlichen Antisemitismus würden immer wieder Personen von Veranstaltungen ausgeschlossen, „so wie es dem Autor Achille Mbembe ergangen ist.“

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Der Bundestag hatte sich 2019 in einer Resolution entschlossen gegen die BDS-Bewegung gestellt und gegen Organisationen, die diese unterstützen. Unter dem Begriff „BDS“ („Boycott, Divestment, Sanctions“) wird eine internationale Kampagne zusammengefasst, die mehr oder weniger radikal zum Boykott des Staates Israel und dessen Einrichtungen aufruft.

Der Bundestagsbeschluss wurde im Dezember 2020 von mehreren namhaften Kultureinrichtungen, wie den Münchner Kammerspielen, dem Bündnis internationaler Produktionshäuser und dem Goethe-Institut im Rahmen der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“ kritisiert.

Izwischen haben mehr als 1.000 Künstler, unter ihnen auch Micha Brumlik, einen offenen Brief zur Unterstützung der Initiative unterzeichnet.

Diskussion Antisemitismusverdacht – Streit um Achille Mbembe

Es diskutieren:
Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, Kulturwissenschaftlerin, Universität Konstanz
Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Universität Gießen
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Historiker und Publizist, München
Moderation: Marie-Christine Werner  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Antisemitismusvorwürfe gegen Achille Mbembe: Jüdische Intellektuelle fordern Rücktritt von Felix Klein

In der Debatte um eine mögliche Absetzung des Antisemitismus-Beauftragten Felix Klein hat sich der Publizist Micha Brumlik hinter den von Klein kritisierten Kolonialismus-Forscher Achille Mbembe gestellt. Klein sei bemüht, seinen Job „überzuerfüllen“, sagte Brumlik in der Sendung SWR2 am Morgen. Dabei nutze er offensichtlich nicht immer die Gelegenheit, die Quellen, um die es geht, wirklich sorgfältigst zu prüfen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch „Ganz reale Bedrohungen für Jüdinnen und Juden“: Sascha Lobo über Antisemitismus im Internet

Menschenfeindlichkeit insgesamt und Antisemitismus im Speziellen würden im Netz immer weiter ansteigen, beobachtet der Blogger und Autor Sascha Lobo. Er weist aber darauf hin, dass Judenhass in der Gesellschaft schon immer präsent gewesen sei — es sich also um kein reines Netzphänomen handele. Im Internet funktioniere er aber leichter und schneller durch die Vernetzung.  mehr...

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