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„Ich rechne nicht mit einer Welle von neuen Depressionen in der Corona-Pandemie“, sagt der Psychiater Ulrich Hegerl in SWR2. Depressionen seien eigenständige Erkrankungen und keine Reaktionen auf schwierige Lebensumstände. Das Problem sei vielmehr, dass die, die bereits erkrankt seien, massive Nachteile erlitten hätten durch ein Umschichten der Ressourcen im Gesundheitssystem.

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Die Befragten des Deutschland Barometer Depression 2020 hätten angegeben, dass sich die Qualität ihrer medizinischen Versorgung in der Pandemie verschlechtert habe. Termine bei Fachärzten und in den Ambulanzen mussten in der Corona-Zeit abgesagt werden. Gleichzeitig hätten sich aber die Möglichkeiten für Video- und Telefonsprechstunden verbessert.

Ulrich Hegerl ist Professor an der Universität Frankfurt und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, die die Studie herausgibt.

Psychologie Studie: Depressive Menschen leiden besonders in der Pandemie

Jeder zweite depressive Mensch in Deutschland hat im Frühjahr einer Studie zufolge massive Probleme bei der Behandlung seiner Krankheit erlebt, so das Deutschland-Barometer Depression, das heute vorgestellt wurde. Außerdem haben die Betroffenen die Kontaktbeschränkungen als besonders belastend empfunden.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Stresstest Corona-Krise

Gespräch Drohkulisse eines zweiten Lockdown - Psychiaterin Rietschel sieht Stress und Depression als neue Gefahr

Ein Lockdown könne die „Ultima Ratio sein“, hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gesagt. Welche Wirkung haben solche Ankündigungen bei denen, die unter neuen Einschränkungen ihres Lebens besonders leiden? Zweifellos sei die Lage ernst, sagt Prof. Marcella Rietschel vom Zentralinstitut für psychische Gesundheit in Mannheim in SWR2. Sich auf einen neuen Lockdown einzustellen, werde aber vielen Menschen nach den Erleichterungen des Sommers schwerfallen. Sollte eine solche „Drohkulisse“ für Angstgefühle sorgen, werde das vor allem negative Folgen haben. Bei vielen Menschen erhöhe ein solches Szenario Stress, Depressivität oder die Neigung, die Gefahr überhaupt zu leugnen, um mit der Situation vermeintlich leichter zurecht zu kommen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Resilienzforschung: So wird die Corona-Krise nicht zur psychischen Belastung

Grübelschleifen, Angstzustände, Depressionen: Für viele Menschen wird die Corona-Krise zur psychischen Belastung. In SWR2 sagt Resilienzforscher Raffael Kalisch, welche Persönlichkeiten gefährdet sind und wie man sich schützen kann.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Diskussion Corona und die Psyche – Wenn die Angst zur Krankheit wird

Rasant steigende Infektionszahlen, neue Reise- und Kontaktbeschränkungen, ein drohender Lockdown. Der Herbst wird für uns zur psychischen Belastungsprobe. Was macht das Virus mit der Seele, wann wird aus Kummer eine Krankheit? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl - Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Prof. Dr. med. Georg Juckel - Psychiater und Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Bochum, Prof. Dr. Jutta Mata - Gesundheitspsychologin  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Neue Erkenntnisse zur Depression

Medizin Mit Ketamin und Botox gegen Depressionen – Fortschritte bei der Behandlung

Es kann lange dauern, bis das richtige Medikament für die Behandlung einer Depression gefunden ist. Ketamin und Botox scheinen schnell zu helfen, müssen aber weiter erforscht werden. Von Jochen Paulus  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

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