Tagesgespräch

Deutscher Mieterbund: Wohnungen, die noch bezahlbar sind, müssen es auch bleiben

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AUTOR/IN
Constance Schirra

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Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum fordert der Deutsche Mieterbund neben einem Milliarden-schweren Sondervermögen auch gesetzliche Anpassungen beim Mietrecht. Der Schutz vor Mieterhöhungen sei ebenso notwendig, wie der Bau neuer Sozialwohnungen, sagte die Bundesdirektorin des Mieterbundes Melanie Weber-Moritz im SWR. "Wohnungsbau für diejenigen Menschen, die am allerschwersten Zugang zum Wohnungsmarkt haben, muss absolute Priorität haben, und auf der anderen Seite müssen wir auch mietrechtlich regulieren, also dafür sorgen, dass die Wohnungen, die noch bezahlbar sind auch bezahlbar bleiben. Das ist eine Botschaft, die sich vor allem an den Justizminister richtet. Hier muss deutlich mehr gemacht werden“, so Weber-Moritz.

Wegen der im letzten Jahr deutlich gestiegenen Baukosten sei eine Erhöhung der Fördermittel im sozialen Wohnungsbau unumgänglich, so Moritz-Weber weiter. "Damit wir nicht für den teuren Preis bauen, der dann am Ende vielleicht eine Miete von 20 Euro pro Quadratmeter bedeutet, sondern da muss eine Entlastung stattfinden.“

Mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben zum klimaneutralen Bauen sagte Moritz-Weber, diese bildeten keinen Widerspruch zum sozialen Wohnungsbau. Beides müsse gleichzeitig möglich sein: "beim Klimaschutz deutlich vorankommen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum schaffen.“

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Constance Schirra