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INTERVIEW

Herbert Grönemeyers Solidaritätsapell für die Kultur an wohlhabende Menschen wird heiß diskutiert. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, ist wenig begeistert von der Idee: „Ich finde das ein wenig aus der Zeit gefallen“, sagt er im Gespräch mit SWR2. „Am besten kann man mehr für das Gemeinwesen tun, indem man mehr Steuern zahlt.“

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Damit könne man Schulen, Öffentlichen Nahverkehr und natürlich auch die Kultur besser ausstatten. Eine Art „Sonderreichensteuer“ für Kunst und Kultur, wie Grönemeyer sie vorschlägt, ist für Zimmermann „nicht der richtige Weg.“

Grönemeyer hatte in der Wochenzeitung „Die Zeit“ an die Reichen in Deutschland appelliert, die Kulturszene finanziell zu unterstützen, um sie vor dem Absturz zu bewahren. Grönemeyer schlug eine Sonderzahlung der Vermögendsten vor, in Höhe von 50.000 bis 150.000 Euro in diesem und im kommenden Jahr. Dann stünden circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Pleiten abzuwenden und Existenzen zu sichern.

Geld ist im Übermaß vorhanden https://t.co/ceRhuFXWaT via @zeitonline

So reagiert das Netz auf Grönemeyers Vorschlag

Kultur-Update: Zweite Corona-Welle Bund und Länder verlängern Teil-Lockdown: Kultureinrichtungen bleiben bis Ende Januar geschlossen

Geschlossene Bühnen, Kinos und Konzertsäle, verwaiste Museen, Kunsthallen und Clubs. Die Kulturbranche ist von den Corona-Maßnahmen besonders hart getroffen. Trotz der zugesagten finanziellen Unterstützung fürchten viele Kulturschaffende um ihre Existenz, fordern mehr Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen oder klagen gegen die Schließungen.  mehr...

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