STAND
INTERVIEW

Der Weinstein-Prozess in New York ist für die #metoo-Bewegung nur eine Etappe, meint Professorin für Gender Studies Paula-Irene Villa in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Der Prozess habe „eine hohe symbolische, aber im engeren Sinne weniger praktische Bedeutung“, so die Soziologin, die an der Uni München lehrt. Der Fortschritt, den die von dem Skandal um den ehemaligen Hollywood-Mogul ausgelöst hat, sei unbestreitbar. Es handele sich um eine globale Entwicklung: „Weltweit mobilisieren sich Frauen und Männer gegen die unangemessene, gewaltsame Sexualisierung von Beziehungen“, sagt Villa.

Studien zeigten zudem, dass die allermeisten Menschen wüssten „was sich gehört - und was sich nicht gehört“. Der Prozess, der in der Nacht zum Dienst mit der Auswahl begann, ist für Villa wie jedes Justizverfahren, in dem ein ganz konkreter Fall behandelt werde. „Den sollte man politisch nicht überfrachten“, urteilt Villa.

STAND
INTERVIEW