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INTERVIEW

„Mir macht das natürlich große Sorge wenn ich höre, dass die Kommission in manchen Bereichen die Technologie-Neutralität verlassen möchte“, sagt Andreas Glück, FDP- Abgeordneter im Europa-Parlament und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, im Gespräch mit SWR2.

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Technologie-Neutralität bedeute, dass sich die Politik darauf beschränke, Rahmenbedingungen vorzugeben, so beispielsweise beim CO2-Preis, dann aber die Unternehmen selbst auf den Markt reagieren könnten mit unterschiedlichen Technologien. Das wäre der Garant gewesen, dass immer „die besten und günstigsten Technologien“ durchkämen. „Wenn jetzt aber technologiescharf zugeschnitten wird, wir wollen nur dieses oder jenes, dann macht das die Sache natürlich sehr viel komplizierter und sehr viel teurer“, so Glück.

Nicht das Ziel, aber der Weg mache ihm Sorge, dass man über Ordnungsrecht, über immer höhere Standards, wie immer strengere Flottengrenzwerte versuche, uns aus unserem eigentlichen Metier, das wir als Europa haben, herauszudrängen, Stichwort Automobilindustrie, Automobilzulieferindustrie. Im Gegensatz zum Ordnungsrecht und Verboten hält Glück den europäische CO2-Zertifikate-Handel für einen guten Weg.

Die EU-Kommission präsentiert heute ihr Paket „Fit for 55“ - ein Maßnahmenbündel zum Erreichen des EU-Klimaziels 2030. Die EU will ihre Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 senken und heute verkündet die EU-Kommission, mit welchen Mitteln dies geschehen soll.

Forum Im Namen des Volkes – Löst die Justiz jetzt die Klimakrise?

Werner Eckert diskutiert mit
Dr. Hubertus Bardt, Geschäftsführer beim Institut der deutschen Wirtschaft
Dr. Frank Bräutigam, Leiter der ARD-Rechtsredaktion
Prof. Dr. Claudio Franzius, Direktor der Forschungsstelle für Europäisches Umweltrecht  mehr...

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Gespräch Selbstkritischer Blick auf den CO2-Fußabdruck: Studie der Kulturstiftung des Bundes zu ,,Klimabilanzen in Kulturinstitutionen"

Städte und Länder hätten sich Klimaziele gesetzt und dazu gehörten auch die Überlegungen, wie öffentlich geförderte Kultureinrichtungen zukünftig ihren Beitrag zu einer angestrebten Klimaneutralität leisten könnten, sagt Dr. Sebastian Brünger von der Kulturstiftung des Bundes in SWR2 Kultur Aktuell. Das sei eine gigantische Aufgabe, die nur geschafft werden könnte, wenn sie als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden würde. ,,Und hier auch Kultur und Kultureinrichtungen ihren Beitrag liefern. Und hier ist die spannende Frage, ob eben langfristig nicht auch bestimmte Auflagen gemacht werden und die Vergabe von Fördermitteln gekoppelt wird an bestimmte Umweltziele, z.B. eben an die Auflage, eine Klimabilanzierung durchzuführen. Und das sind die spannenden Fragen, die in nicht allzuferner Zukunft auf uns zukommen werden," so Brünger.
In dem bundesweiten Pilotprojekt ,,Klimabilanzen in Kulturinstitutionen" hat die Kulturstiftung des Bundes 19 Kultureinrichtungen aus verschiedenen Sparten dabei unterstützt, eine Klimabilanz zu erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln.  mehr...

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Interview 28.2.1994 Entdeckung des menschengemachten Klimawandels – Hermann Flohn im Interview

Der Meteorologe und Klimaforscher Hermann Flohn schildert die Entdeckung des menschengemachten Klimawandels durch die Wissenschaft. Schon 1941 beschrieb er diese Möglichkeit.  mehr...

Forum Gift im Akku - Wie umweltfreundlich ist das E-Auto?

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Dr. Matthias Buchert, Bereichsleiter Ressourcen und Mobilität, Öko-Institut Darmstadt
Prof. Dr. Jens Peters, Universität Alcalá de Henares (Spanien)
Prof. Dr. Jens Tübke, Koordinator der Batterie-Allianz bei den Fraunhofer-Instituten  mehr...

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Klimaschutz Die Wirtschaft muss nachhaltiger werden – aber wie?

Ja, jeder von uns kann was für den Klimaschutz tun. Aber ein sehr großer Teil der CO2-Emissionen entsteht in der Wirtschaft. Und die hinkt beim Umbau auf grünere Lösungen hinterher. Das soll sich ändern. Wie, darüber diskutieren Weltbank und der Internationale Währungsfonds.  mehr...

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Klimaschutz Kommentar: Deutschland macht Fortschritte beim Klima, aber es reicht noch nicht

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Klimabilanz für 2020 vorgestellt. Sie sieht den Rückgang der CO2-Emissionen in Deutschland als großen Fortschritt. Erhebliche Defizite gebe es allerdings beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein Kommentar von Werner Eckert aus der SWR Umweltredaktion.  mehr...

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