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Wir experimentieren zwar bereits mit Autos und Bussen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) gelenkt werden - aber Kunst trauen wir den Algorithmen noch nicht zu. Der Kunstkritiker Hanno Rauterberg sieht in seinem neuen Essay „Die Kunst der Zukunft“ jedoch Perspektiven, dass von KI geschaffene Kunst bald nicht mehr zu unterscheiden sein wird von der, die von Menschen geschaffen wird.

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Kunst entsteht durch Rezeption

Im Gespräch mit SWR2 weist Rauterberg darauf hin, dass bereits sehr viele Forschungsgelder in Projekte fließen, bei denen durch KI Kunst geschaffen wird. Als Beispiel nennt Rauterberg Experimente, bei denen Computer Choräle von Johann Sebastian Bach nachempfinden: „Diese Stücke wurden dann einem Fachpublikum vorgespielt - das dann regelmäßig reinfällt.“ Kunst entstehe eben durch die Rezeption und entstehe in den Köpfen, so Rauterberg.

Algorithmen wissen nicht, dass sie Kunst erschaffen

Der Unterschied zwischen menschengeschaffener Kunst und KI-Kunstwerken bestehe darin,, dass Algorithmen nicht wüssten, dass sie ein Kunstwerk schaffen. „Die soziale Intelligenz ist nicht da“, schlussfolgert Rauterberg. KI erleichtere das Fälschen von Kunstwerken wie auch das Erkennen von Fälschungen. „Da dürfen wir die Programmierer nicht unterschätzen“, warnt der Kunstkritiker. Insgesamt werde der Trend zu kreativen Maschinen zunehmen, er sei ernstzunehmen, ist sich Rauterberg sicher.

Hanno Rauterberg ist Kunst- und Architekturkritiker bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ und freier Autor. Er ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

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