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Der lange Weg nach Palästina – 40 Jahre nach dem Massaker von Sabra und Shatila

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Von Sarah Mersch

"Wohin fahren wir?", fragte Tahar Cheikh, als er im August 1982 im Hafen von Beirut ein Schiff bestieg. "Nach Palästina", habe Yassir Arafat ihm geantwortet. Damals zieht die PLO unter internationaler Überwachung aus Beirut nach Tunis ab. Gerade dort angekommen töten christliche Milizen mit israelischer Billigung und Unterstützung in den Lagern Sabra und Shatila in Beirut mehr als tausend Palästinenser. Arafat kehrt nach dem Oslo-Abkommen 1993 tatsächlich nach Palästina zurück. Cheikh bleibt in Tunis. So frei wie in den elf Jahren dort seien die Palästinenser nie gewesen, sagt der Journalist heute.

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