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Im 14. Jahrhundert erzählte man sich Geschichten, um die Zeit in der Pest-Quarantäne nicht gar zu lang werden zu lassen, heute schickt man Videobotschaften: Inspiriert von Boccaccios „Decamerone“ ist die Internetseite „Decameron Row“ – auf Deutsch „Decameron Gasse“ gestartet.

In der virtuellen Häuserreihe sind den unterschiedlichen Wohneinheiten und Ladengeschäften verschiedene Künstler*innen und Kollektive aus der ganzen Welt zugeordnet — in Kurzvideos berichten sie von ihrer Quarantäne und Selbstisolation: Mal ein Gedicht, mal Bilder vom Familiengeburtstag via Zoom, mal einer improvisierte Choreografie.

Woo-hoo! Building 100 residents have arrived! Let’s welcome them and stop in for a visit! Twelve new residents from around the world.[...]

Die Aktion soll einerseits gegen die Quarantäne-und Isolations-bedingte Einsamkeit helfen, die viele Menschen während der Corona-Pandemie verspüren, andererseits aber auch ein Gemeinschafts-Experiment sein. Inzwischen „wohnen“ 100 Videos und Künstler*innen in der „Decameron Row“ — darunter u.a. die Band Ok Go, Autor und Comedian Aasif Mandvi, Choreograf Paul Lazar und Köchin Cassandra Purdy.

Kunst „Odds without Ends“: eBay-Kleinanzeigen als digitaler Ausstellungsraum

Die Gruppenausstellung „Odds without Ends“ von Studierenden der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart findet noch bis zum 19. September auf eBay-Kleinanzeigen statt. Der digitale Marktplatz für Möbelstücke, Dienstleistungen, Kleidung und vieles mehr, wird dadurch zum Ausstellungsraum.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Musikgespräch Kulturwissenschaftler Martin Tröndle erforscht Konzertleben in Corona-Zeiten

Der Kulturwissenschaftler Martin Tröndle beobachtet eine Beschleunigung hin zu alternativen Modellen im Konzertleben. Der Fokus auf die Digitalisierung mache aber auch deutlich, dass hinter Konzerten mehr als Musikhören stecke. Die Zuschauer seien jetzt ermächtigt, selbst Programme auszuwählen und ein soziales Zusammentreffen im privaten Kreis zu organisieren. Letzteres sei im Privaten sogar ungezwungener als im Konzerthaus. Solche digital-sozialen Hybride könnten sich auch nachhaltig bewähren, glaubt Tröndle.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Netzkultur Blamage unter #theaterdigital: Peinliche Szenen auf Social-Media

Während der Schließung der Theater bemühen sich viele Häuser vor allem über digitale Angebote mit ihrem Publikum Kontakt zu halten. Da werden kleine Home-Videos gepostet, die unter den Hashtags #theaterdigital oder #kulturgehtweiter Einblicke in das Leben der Schauspieler*innen zu Hause gewähren sollen. Doch die Filme sind eher zum Davonlaufen. Bis auf ein paar interessante Ausnahmen dominierten peinliche Szenen von getanzten Rezepten, Atemübungen gegen das Virus oder Theatermonologe auf dem Klo das Angebot.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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