Kulturmedienschau

Debatte um Maxim Billers Angriff auf Eva Menasse | 26.7.2022

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Eva Marburg

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Der Autor Maxim Biller hatte in der Süddeutschen Zeitung scharfe Kritik an einem Text von der Schriftstellerin Eva Menasse zur derzeitigen documenta-Debatte geübt und ihr antisemitische Tendenzen vorgeworfen. An Billers Text hatte es wiederum Kritik in den sozialen Medien gegeben: Sein Angriff gegen Menasse sei persönlich motiviert, frauenfeindlich und paternalistisch. Heute antwortet Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, auf die Debatte.

Außerdem läuft die junge Generation Sturm gegen die aktuelle Jane-Austen Adaption „Persuasion“ auf Netflix. Das Feuilleton versucht zu erklären, warum.

Kulturmedienschau Documenta15 – Verantwortliche weiter gesucht | 1.7.2022

Wie folgenreich der Skandal um das antisemitische Bild der documenta 15 ist, lässt sich auch daran erkennen, wie ausführlich das Thema im Kulturjournalismus besprochen wird. Das Bild erst verhüllt, dann abgehängt und immer noch alle Fragen offen. Auch die Podiumsdiskussion am Mittwochabend, zu der die documenta und der Leiter des Anne-Frank-Bildungszentrums Meron Mendel geladen hatten, führte zu keiner weiteren Aufklärung. Verantwortliche für das Debakel also weiterhin gesucht.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Politologin Saaba Nur-Chema zur documenta: Andere Bezüge von Antisemitismus im globalen Süden

Zwar habe der Antisemitismus seine Ursprünge in Europa, sagt die Politologin Saaba Nur-Chema in SWR2. „Aber es ist klar, dass wir es im globalen Süden mit neuen Assimiliationsformen von Antisemitismus zu tun haben, wo tatsächlich mit alten Bildern gearbeitet wird“, sagt Nur-Chema mit Blick auf das Banner des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi bei der Kasseler Kunstmesse documenta.
Man müsse jedoch sehen, dass die Beziehung dieser Gesellschaften zum Staat Israel eine andere sei. Indonesien greife als frühere Kolonie auf andere Erfahrungen zurück. Saaba Nur-Chema arbeitet an der Frankfurter Universität an einem Projekt zu Antisemitismus im Bereich der Erziehung im Vor- und Grundschulalter.
Bei einer Podiumsdiskussion auf der Kasseler documenta hatten über Antisemitismus in der Kunst unter anderem Meron Mendel vom Anne Frank Haus und der Kurator der letzten Documenta, Adam Szymczyk, gesprochen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Meron Mendel: Antisemitismus-Vorwürfe gegen documenta 15 „unbegründet“

Die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta 15 erachte er als unbegründet, sagt Meron Mendel, Direktor der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank im Gespräch mit SWR2. Der Weltkunstschau wurden Vorwürfe gemacht, weil ein eingeladener palästinensischer Künstler den kulturellen Boykott Israels unterstützen würde.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Forum Zwischen Kunst und Skandal – Was zeigt der Streit um die Documenta?

Die diesjährige Documenta sorgt seit Wochen für Diskussionen. Das Kuratoren-Kollektiv präsentiere Politik-Aktivismus statt Kunst, so die Kritik. Außerdem steht der Antisemitismus-Vorwurf im Raum: Unter den eingeladenen Künstlern sei keine einzige israelische Position, bemängeln vor allem Vertreter jüdischer Organisationen.
Was ist dran an dem Antisemitismus-Vorwurf? Und inwiefern unterscheidet sich die diesjährige Documenta von den Ausgaben der vergangenen Jahrzehnte?  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Wer ist Jude und wer nicht? Meron Mendel über den Streit um das Judentum in Deutschland

Wer ist Jude und wer nicht? Der Schriftsteller Maxim Biller beklagt sich über einen neuen Chic, als jüdisch gelten zu wollen, und attackierte bei einer Diskussion seinen Autoren-Kollegen Max Czollek, der einen jüdischen Großvater hat, nach orthodoxer Vorstellung aber nicht als jüdisch gilt, weil nach diesem Verständnis die jüdische Abstimmung über die Linie der Mutter bestimmt wird. Auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hatte davor gewarnt, mit der Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben wie mit einem „Modetrend“ umzugehen.  mehr...

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Eva Marburg