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INTERVIEW

Der Privatsender ProSieben hat mit einer spektakulären Aktion für Aufsehen gesorgt: Sieben Stunden zeigte der Sender eine Reportage aus erster Hand über den stressigen Alltag von Pfleger*innen. Gestartet wurde die Aktion von den Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Medienjournalist David Denk vom RBB konstatiert, dass auch das Privatfernsehen inzwischen politischer werde.

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Am Mittwochabend am 31.3.2021 hat ProSieben in der Primetime die Krankenpflegerin Meike Ista einen Tag lang in ihrem Arbeitsalltag im Knochenmark- und Transplantationszentrum der Uniklinik Münster begleitet. Unter dem Motto „Nicht selbstverständlich“ hat der Privatsender bis in den frühen Donnerstagmorgen für sieben werberfreie Stunden sein Programm freigeräumt, um auf die Probleme in der Pflege hinzuweisen.

Viel Lob für die Aktion

Die Moderatoren Joko und Klaas hatten sich die Sendezeit in ihrer regelmäßigen Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ erspielt, und den Sender erstmals gebeten, statt der üblichen 15 Minuten doch viel mehr Zeit für dieses gesellschaftlich relevante Thema zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Für die Sondersendung bekamen Moderatoren und Sender sehr viel gute Resonanz. Auf Twitter hieß es: Die Sendung sei ein Stück deutsche TV-Geschichte. Selbst ARTE lobte die private Konkurrenz.

Was da gerade bei @ProSieben passiert, dürfte ein Stück deutsche TV-Geschichte sein. Chapeau 👏 #nichtselbstverständlich #JKLive

Privatfernsehen wird politischer

„Ein Stück Fernsehen, an dem Jurys von Grimmepreis oder Deutschem Fernsehpreis kaum vorbeikommen werden haben Joko und Klaas mitsamt ihrem Redaktionsteam da mit Sicherheit abgeliefert“, sagte der Medienjournalist David Denk vom RBB in SWR2.

Das sei ein politischer Akt gewesen, den Pflegenotstand derart formatsprengend dargestellt zu haben. Überhaupt würde das Privatfernsehen grundsätzlich politischer, das könnte man auch bei RTL feststellen. Das Ziel sei, so Denk, doch stärker auch das Publikum der öffentlich-rechtlichen Sender anzusprechen.

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