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Zur kollektiven Beschäftigung mit dem Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren gehören auch die Bilder des Kriegsendes. Bei der Betrachtung von Fotografien oder Filmmaterial aus dieser Zeit säßen wir häufig einer Propaganda-Inszenierung auf, meint Gerhard Paul, Flensburger Historiker. Bilder in der Wochenschau von Flüchtlings-Trecks oder die Reichsparteitagsfilme von Leni Riefenstahl würden eine Ordnung suggerieren, die es so nicht gegeben habe, so Paul. Mit der Inszenierung, Wirkung und Funktion von Fotografien aus der Zeit des NS-Regimes hat er sich in seinem Buch „Bilder einer Diktatur“ beschäftigt. Das Dritte Reich habe von sich selber sehr bewusst Bilder auch für die Nachwelt inszeniert und gleichzeitig würden Regisseure und Betrachter von historischen Dokumentationen dieser Propaganda aufsitzen, erklärt Paul im Gespräch mit SWR2.

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