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„Wir stellen fest, dass in der Corona-Krise die Schieflagen in unserer Gesellschaft noch deutlicher geworden sind“, sagt Annette Noller, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg. Das betreffe auch die Altersarmut. Tafel-Läden, Sozialkaufhäuser oder Seniorentreffs hätten corona-bedingt geschlossen und das treffe besonders alte Menschen. Denn im Alter würden viele soziale Notlagen drängender.

Alte Menschen seien eine verletzliche Gruppe. Das sehe man beispielsweise an der Gruppe der Wohnungslosen, die auch von der Corona-Krise extrem betroffen und der Ansteckungsgefahr besonders ausgesetzt seien. Gegenüber der Politik müsse man diese Probleme derzeit noch einmal ansprechen, so Noller.

Das „Bündnis gegen Altersarmut in Baden-Württemberg“, dem auch die Diakonie angehört, veranstaltet am Dienstag, 2. Februar 2021, um 17:30 Uhr eine digitale Diskussionsrunde mit den Parteien zur Landtagswahl — mit dabei ist unter anderem Sozialminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Grüne).

Gespräch Wie der Corona-Lockdown Kinder und Jugendliche belastet: Der Dauer-Schwebezustand nervt

Fast ein Drittel aller unter 18-Jährigen zeige Auffälligkeiten wie Angst- oder Essstörungen, Depression, ADHS oder Zwangshandlungen wie Untersuchungen ergäben, erklärt die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Hanna Christiansen im Gespräch mit SWR2. Vor der Pandemie haben die Zahl bei nur 18 Prozent gelegen.  mehr...

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Gespräch Armutsforscher Butterwegge: Corona verschärft gesellschaftliche Ungleichheit

Über die Auszahlung des „Corona-Kindergelds“ ist der Armutsforscher Christoph Butterwegge „wenig euphorisch“, sagt er im Gespräch in SWR2. Um Familien zu unterstützen, komme diese Zahlung zu spät. Außerdem wäre ein „Ernährungszuschlag“ für Familien während der Krise viel sinnvoller gewesen.  mehr...

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