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Eine globale und gerechte Strategien bei der weltweiten Impfstoff-Verteilung und Herstellung in der Corona-Krise sei unbedingt notwendig, sagt Anne Jung von der Hilfsorganisation medico international. „Es wäre die logische Konsequenz, wenn man es ernst meint, Gesundheit als Menschenrecht zu verstehen“, so die Gesundheitsreferentin der Organisation in SWR2.

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Die Entwicklung lebenswichtiger Medikamente dürfe nicht länger von Marktinteressen geleitet sein: „Dafür streiten viele Organisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen schon seit Jahrzehnten“, sagt Jung.

Als erster Schritt auf diesem Weg sei es wichtig, die Pharmaindustrien infolge der momentanen globalen Ausnahmesituation dazu zu verpflichten, Lizenzen zu erteilen. Dann könnten weitere Produktionsstandorte auch in Ländern des Südens aufgebaut werden, zum Beispiel in Bangladesch, Indien oder Südafrika. „Dazu braucht es eine tatkräftige Entscheidung der Regierung und das sollte unbedingt jetzt passieren“.

Anne Jung ist bei medico international für den Bereich „globale Gesundheit“ zuständig.

Forum Corona-Impfstoff für die Welt - Gehen arme Länder leer aus?

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Stephan Exo-Kreischer, Direktor der NGO "One", Berlin
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Gespräch Corona-Gipfel der EU: Das Virus kennt keine Grenzen

Vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs warnen verschiedene Politiker*innen davor, dass die europäischen Staaten wieder auf nationale Maßnahmen, wie zum Beispiel Grenzschließungen setzen. Für die Wissenschaftlerin Maike Voss geht der Kampf gegen Covid-19 sogar über die Grenzen Europas hinaus: „Seit Beginn der Krise liefert die Wissenschaft Beweise dafür, dass diese Krise nur überwunden werden kann, wenn global solidarisch gehandelt wird.“  mehr...

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