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INTERVIEW

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Gerade Geringverdienern und Solo-Selbstständigen, die vorher schon am Existenzminimum waren, mache die Corona-Krise zu schaffen, sagt der Armutsforscher Christoph Butterwegge in SWR2: „Man muss fürchten, dass es eine Pleitewelle gibt.“ Auch das Ansteckungsrisiko sei für arme Menschen deutlich erhöht.

„Diese Pandemie hat polarisierend gewirkt“, so Butterwegge anlässlich des ersten Lockdowns vor einem Jahr. Die Krise habe die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen arm und reich eher verschärft. Prof. Christoph Butterwegge ist einer der profiliertesten Armutsforscher in Deutschland. Der Politikwissenschaftler lehrte bis zum Jahr 2016 an der Universität zu Köln

Forum Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt - Die enteignete Mitte

Claus Heinrich diskutiert mit
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler, Universität Köln
Dr. Markus Demary, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
Hermann-Josef Tenhagen, Finanztip, Berlin  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Baden-Württemberg

Gespräch Corona verstärkt die soziale Schieflage – Das „Bündnis gegen Altersarmut“ versucht gegenzusteuern

„Wir stellen fest, dass in der Corona-Krise die Schieflagen in unserer Gesellschaft noch deutlicher geworden sind“, sagt Annette Noller, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg. Das betreffe auch die Altersarmut. Tafel-Läden, Sozialkaufhäuser oder Seniorentreffs hätten corona-bedingt geschlossen und das treffe besonders alte Menschen. Denn im Alter würden viele soziale Notlagen drängender.
Alte Menschen seien eine verletzliche Gruppe. Das sehe man beispielsweise an der Gruppe der Wohnungslosen, die auch von der Corona-Krise extrem betroffen und der Ansteckungsgefahr besonders ausgesetzt seien. Gegenüber der Politik müsse man viele Probleme derzeit noch einmal ansprechen, so Noller.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Helmut Baur, Bundesverband mittelständische Wirtschaft, zum Wirtschaftsgipfel in Berlin: „Wir brauchen eine Perspektive“

„Die Situation ist für viele Unternehmen sehr dramatisch“, sagt Dr. Helmut Baur, Geschäftsführer der Binder-Optik GmbH in Böblingen und Vorstand im Bundesverband für die mittelständische Wirtschaft, in SWR2 am Morgen. Vor allem in der Textil- und Bekleidungsindustrie stünden viele Firmen vor dem Aus. Auch Kleinunternehmen hätten große Existenzängste. Baur befürchtet zahlreiche Insolvenzen und damit auch die Arbeitslosigkeit vieler in mittelständischen Betrieben beschäftigter Menschen. Und der Unternehmer bedauert sehr, dass Kanzlerin Merkel bei dem Wirtschaftsgipfel am 21.2. nicht teilnimmt. Eine verbindliche Perspektive für die Wirtschaft sei jetzt ganz wichtig.  mehr...

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