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Bringt die Corona-Krise für das Klima, was die Klimadebatte nie geschafft hat? Geht jetzt die Digitalisierung schneller voran? Beschleunigt die Krise gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland? SWR2 fragt Experten, welche Folgen die Pandemie haben könnte.

Abstand halten soll die Corona-Pandemie eingrenzen, das gilt derzeit in alltäglichen Situationen, wenn Menschen aufeinander treffen. Aber auch im übertragenen Sinn kann ein wenig Abstand helfen, die gesellschaftlichen Veränderungen zu verstehen, die diese Krise mit sich bringt.

SWR2 am Morgen stellt in einer Gesprächsreihe die Folgen der Pandemie in den Mittelpunkt. Die These: Corona beschleunigt gesellschaftliche Entwicklungen, sei es im Klimawandel, im Gesundheitswesen oder bei der Digitalisierung.

Die Corona-Krise als Beschleuniger - die Gespräche:

Gespräch Ein Virus für alle: Wie Corona die Globalisierung verändern könnte

Die Verbreitung von Viren ist für den Afrikawissenschaftler Prof. Jürgen Zimmerer von der Universität Hamburg keineswegs ein aktuelles Phänomen. Vielmehr sei schon die europäische Expansion nach Süd- und Nordamerika vor 600 Jahren von Viren begleitet gewesen, betonte Zimmerer in der Sendung SWR2 am Morgen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Nach der Wirtschaftskrise droht die Gesundheitskrise: Afrika in der Coronakrise

Auf dem afrikanischen Kontinent werde es zuerst zu einer Wirtschaftskrise kommen, befürchtet der Wirtschaftswissenschaftler Robert Kappel in SWR2 am Morgen. Darauf folge dann die Gesundheitskrise.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Corona und Arbeit: Im Homeoffice kontrollieren wir uns selbst

Auch wer in einem Büro körperlich anwesend ist, kann mental abwesend sein, schreibt der Autor Christoph Bartmann in seinem Buch „Leben im Büro. Die schöne neue Welt der Angestellten“. Wenn jedoch nun viele Menschen während der Corona-Krise im Home-Office von zuhause aus arbeiten, bedeute das noch keine Arbeitsentlastung, so der Autor in SWR2.  mehr...

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Gespräch Solidarität mit Italien? Corona-Bonds zur Finanzierung der hohen Neuverschuldung

Zur Bekämpfung der Coronakrise nehmen viele Länder hohe Schulden auf. Der italienische Ministerpräsident Conte wirbt angesichts der Coronakrise erneut für Euro-Bonds. "Solidarität ist jetzt gefordert. Wenn die europäische Idee eine Zukunft haben soll, dann muss sie sich in der Krise beweisen," sagt Thomas Hartmann-Wendels, Professor für Betriebswirtschaft und Bankenlehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln in SWR2 am Morgen. Und in der jetzigen Krise wachse der Druck, dieser alten Forderung nach Eurobonds doch zu entsprechen. Im Gegensatz zu den Eurobonds sei aber der Vorteil z.B. vom ESM " dass hier die Kreditvergabe mit Auflagen verbunden ist, und das ist der entscheidende Punkt. Wohingegen bei Eurobonds das Geld zur Verfügung steht und was jeder Staat damit macht, bleibt ihm überlassen, da gibt es keinerlei Beschränkungen. Insofern wäre es schon sinnvoller den ESM zu nutzen. Das Volumen kann ma ja erhöhen und man kann das mit Auflagen verknüpfen," so Hartmann-Wendels. Auch alle anderen Instrumente, um den gegenwärtigen Geldbedarf zu decken wie der EU-Haushalt oder die europäische Investitionsbank seien an bestimmte Bedingungen geknüpft und ermöglichten keine unbegrenzte Schuldenaufnahme, um dann Altlasten abzutragen, die mit der Coronakrise nichts zu tun hätten, so Hartmann-Wendels.

SWR2 fragt in einer Gesprächsreihe, ob die Coronakrise gesellschaftliche Entwicklungen beschleunigen könnte, sei es im Klimawandel, im Gesundheitswesen oder bei der Digitalisierung.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Matthias Quent über die Hass-Pandemie im Netz: Gezielte Destabilisierung

Das Ziel von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien im Internet sei die politische und gesellschaftliche Destabilisierung, sagt der Soziologe Dr. Matthias Quent, Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Stresstest von ungekanntem Ausmaß: Familien in der Corona-Krise

Nicht nur die Wirtschaft, auch die Familie brauche in der Corona-Krise ein Hilfsprogramm, wenn sie nicht zerstört werden solle, sagt Klaus Hurrelmann, Bildungs- und Gesundheitswissenschaftler an der Hertie School in Berlin.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Gespräch Albrecht von Lucke: Corona-Krise ist Bewährungsprobe für die Demokratie

Wenn es der Politik weiterhin gelingt zu vermitteln, dass die aktuellen Maßnahmen in der Corona-Krise notwendig sind, dann könnte das durchaus zu einer Revitalisierung der Demokratie führen, meint der Politikwissenschaftler und Redakteur der Blätter für Deutsche und Internationale Politik Albrecht von Lucke.

Allerdings kann eine Krise immer auch eine Gefahr für die Demokratie darstellen, warnt er. Das zeige sich etwa in Ungarn oder auch in der Rhetorik von martialischer Wortwahl, wie wenn man vom "Krieg" gegen das Virus spreche. Unsere Demokratie hierzulande kann sich jedoch bewähren, meint er, das zeige sich zur Zeit.

SWR2 befasst sich in einer Gesprächsreihe mit den Folgen der Corona-Pandemie. Corona könnte wichtige gesellschaftliche Entwicklungen beschleunigen, sei es in der Politik zum Klimawandel, im Gesundheitswesen oder bei der Digitalisierung.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Die Chance der Entschleunigung: In der Corona-Krise gibt es nichts zum Abarbeiten

Aus einer historisch-soziologioschen Sicht sei eine Krise wie die Corona-Pandemie immer auch eine Chance, dass gesellschaftliches Neues entstehen könne, so der Soziologe Hartmut Rosa in SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Nach Corona-„Schockstarre”: In Europa erwacht wieder die Solidarität

„Nach einer Art Schockstarre beginnt jetzt eine Welle europäischer Solidarität und praktischer Hilfe,” sagt Dr. Nicolai von Ondarza, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe EU/Europa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin in SWR2 am Morgen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Mögliche Entscheidungen über Leben und Tod -- die Corona-Krise und die Medizin-Ethik

Moralische Unterstützung sei für Ärzte und Pfleger enorm wichtig - aber nicht ausreichend. „Das muss sich auch niederschlagen, vielleicht durch erhöhte Gehälter“, meint die Medizin-Ethikerin Christiane Woopen im Gespräch mit SWR2.

Das Personal in den Kliniken sei auf mögliche Entscheidungen über Leben und Tod in der Corona-Krise gut vorbereitet, so sieht die Vorsitzende des Europäischen Ethikrats: „Es gibt Kriterien aus der Katastrophenmedizin“, sagt die Professorin. Die Entscheidung zu treffen sei grausam: „Aber es wird alles so weit vorbereitet, dass das möglichst gut erfolgen kann.“ Wichtig sei eine psychologische Betreuung von Ärzten und Pflegern. „Ethisch geboten“ ist für Woopen eine Absenkung der Standards bei den Tests von Anti-Corona-Medikamenten - solange die Aufsicht über die Studien funktioniere.

Christiane Woopen ist Professorin für Ethik und Theorie der Medizin an der Universität zu Köln und Vorsitzende des Europäischen Ethikrates.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Zuhause lernen: Beschleunigt die Corona-Krise die Digitalisierung der Schulen?

Schulen und Lehrer*innen haben sich nach wenigen Tagen daran gewöhnt, Unterricht nicht mehr im Klassenzimmer zu halten, meint der Bildungs-Experte Armin Himmelrath. Fehlende Drucker in Familien hält der Journalist für eines der kleineren Probleme des „E-Learning“.  mehr...

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Gespräch Bernd Ulrich: Gesellschaft kann in Corona-Zeit ihre Krisenkompetenz verbessern

Die Corona-Krise sei eine Möglichkeit, auch positive gesellschaftliche Kräfte zu erproben, so der Publizist Bernd Ulrich in SWR2. Die Erfahrung könne damit verbunden sein, „wie viel wir in der eigenen Hand haben, wie viel Krisenkompetenz wir haben, und zu überlegen, was für eine Gesellschaft wir danach eigentlich haben wollen.“  mehr...

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Mehr SWR2 Beiträge zum Corona-Virus

Diskussion Corona und die Psyche – Wenn die Angst zur Krankheit wird

Rasant steigende Infektionszahlen, neue Reise- und Kontaktbeschränkungen, ein drohender Lockdown. Der Herbst wird für uns zur psychischen Belastungsprobe. Was macht das Virus mit der Seele, wann wird aus Kummer eine Krankheit? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl - Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Prof. Dr. med. Georg Juckel - Psychiater und Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Bochum, Prof. Dr. Jutta Mata - Gesundheitspsychologin  mehr...

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Soziologie Generation Corona: Jugendliche leiden unter Einsamkeit und Zukunftsängsten

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene fühlen sich in der Corona-Pandemie oft einsam und leiden unter Zukunftsängsten. Doch ihre Sorgen finden aus ihrer Sicht wenig Beachtung. Wie kann man Ihnen helfen? Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie“ hat dazu Ideen vorgelegt. Jochen Steiner im Gespräch mit Anna Lips  mehr...

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Pandemie Studie: Reisebeschränkungen dämmen Corona-Pandemie ein

Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin zeigt, dass Reisebeschränkungen die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Danach hatten Länder, die Reisen früh eingeschränkt haben, in der ersten Welle eine geringere Sterblichkeitsrate als Staaten, die später reagiert haben.  mehr...

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Biologie Angst vor Corona-Mutationen: Dänemark lässt Millionen Nerze töten

Noch ist Dänemark weltweit der größte Produzent von Nerzfellen. Doch Corona dürfte das ändern. Schon im Juni waren erste infizierte Zuchtnerze in Nordjütland entdeckt worden. Farmmitarbeiter hatten sich angesteckt. Jetzt will man Millionen Tiere vorsorglich töten.  mehr...

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Corona-Pandemie Diese Zahlen sind wichtig, um die Pandemie zu verstehen

Während der Corona-Pandemie nur auf die Zahl der Covid-19-Neuinfizierten zu schauen, reicht nicht aus, um das Geschehen zu verstehen. Auch die Zahl der Erkrankten und weitere Parameter müssen für ein realistisches Bild der Lage berücksichtigt werden. Ralf Caspary im Gespräch mit dem Epidemiologen Prof. Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.  mehr...

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Corona-Pandemie Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt

Seit Anfang September hat sich in Deutschland die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen mehr als verdoppelt – von 225 auf jetzt über 600 Covid-19-Patienten. Die deutschen Intensivstationen sind gut aufgestellt – anders als z.B. in Frankreich.  mehr...

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Medizin Schulen: Hotspots von Neuinfektionen während der Corona-Pandemie?

Eine neue Studie des Bonner Institute of Labor Economics kommt zu dem Schluss, dass es keinen Anstieg der Corona-Infektionen durch Schulöffnungen nach den Sommerferien gibt. Die Hygieneregeln an den Schulen hätten Wirkung gezeigt. Doch wie aussagekräftig ist die Studie? Ralf Caspary im Gespräch mit Ingo Isphording, Institute of Labor Economics in Bonn.  mehr...

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Medizin Covid-19-Pandemie: So wirksam sind die Corona-Regeln

Aufgrund steigender Infizierten-Zahlen in Deutschland werden die Corona-Regeln verschärft. Wie ist dazu die wissenschaftliche Studienlage – etwa beim Maskentragen im Freien, einer vorgezogenen Sperrstunde oder dem Beherbergungsverbot? Ralf Caspary im Gespräch mit Anja Braun, SWR-Wissenschaftsredaktion.  mehr...

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Medizin Not macht erfinderisch: Kuba baut eigene Beatmungsgeräte

Kuba hat schnell auf die Coronavirus-Pandemie reagiert und einen strengen Lockdown verordnet. Das Land will für eine zweite Infektionswelle gewappnet sein – dabei sind die US-Sanktionen hinderlich. Aber Not macht erfinderisch: Ingenieure bauen Beatmungsgeräte made in Kuba.  mehr...

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