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INTERVIEW

„Nach einer Art Schockstarre beginnt jetzt eine Welle europäischer Solidarität und praktischer Hilfe,” sagt Dr. Nicolai von Ondarza, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe EU/Europa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

„Ich glaube, die Coronakrise fokussiert wirklich eine Debatte, die wir in den letzten Jahren haben, und zwar: Wie offen kann Europa sein, wie offen können die Grenzen sein und wie tief müssen die europäischen Staaten zusammenarbeiten”, so von Ondarza. Die EU Staats- und Regierungchefs müssten jetzt innerhalb weniger Wochen Antworten finden auf die Fragen, ob man gemeinsame Anleihen haben, ob man die wirtschaftlichen Risiken teilen und wie weit man Grenzen offen haben wolle.

„Wenn die Antwort positiv ausfällt, kann der Zusammenhalt gestärkt werden. Wenn jeder Mitgliedsstaat aber nur für sich selbst kämpft, dann ist das auch ein Stück weit eine Gefährdung für die Idee Europas insgesamt,” so von Ondarza.
Auf dem virtuellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, der an diesem Donnerstag stattfindet, wird sich die Weiterentwicklung der europäischen Antwort zeigen.

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