Gespräch

Philosoph Ostritsch: Die Gefahr, sich in Computerspielen zu verlieren, steigt

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INTERVIEW
Marie Gediehn

Computerspiele ermöglichen ethische Erfahrungen im positiven Sinn. Bei sogenannten Killerspielen ginge es nicht um Töten und Mordfantasien, sagt der Philosoph Sebastian Ostritsch. „Da geht es eher um eine Art Wettbewerb, das ist fast schon sowas wie Räuber und Gendarm in einem kompetitiven Modus.“

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Ostritsch hat ein Buch über die Ethik des Computerspiels verfasst: „Let's Play oder Game Over?: Eine Ethik des Computerspiels“. So seien Computerspiele zunächst vor allem Spiele. Allerdings böten sie bessere Möglichkeiten als beispielsweise Brettspiele, sich in die spielerische Rolle hineinzubegeben.

So sei die Gefahr, sich im Spiel zu verlieren gewachsen, erklärt Ostritsch im Gespräch mit SWR2. Das könne bereichernd sein und ermögliche es Spieler*innen, ethische Erfahrungen zu machen und mehr über sich selbst zu lernen.

Medien Games und Geschichte – Historisch korrekte Computerspiele

Spiele wie Assassin‘s Creed oder Call of Duty nutzen historische Settings für ihre Handlung. Damit sind sie extrem erfolgreich. Bei der Gestaltung ihrer Computerspiele setzen manche auf wissenschaftliche Beratung, um historisch korrekt zu sein. In anderen Games wiederum werden historische Fakten und Figuren neu interpretiert. Was für ein Geschichtsbild wird dadurch vermittelt? Von Tobias Nowak. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/games-geschichte | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen

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