Gespräch

Charles III. auf Besuch in Nordirland: Was bleibt vom Vereinigten Königreich nach dem Tod der Queen?

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INTERVIEW
Frauke Oppenberg

„Ich glaube, es wird schwierig für King Charles III.“, sagt der deutsch-irische Journalist Rolf Sotschek zum Zusammenhalt des britischen Königreichs nach dem Tod von Queen Elizabeth II. im SWR2 Gespräch. Charles habe immer als etwas schrullig gegolten, Bäume umarmt und sich in architektonische Fragen eingemischt . Er habe auch nicht die gleiche Ausstrahlung, sei nicht so beliebt, vielleicht könne er sich dies aber noch erarbeiten, so Sotschek: „Ob er aber wirklich diese Rolle so einnehmen kann, wie seine Mutter das getan hat, bezweifle ich.“

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Die erste Aufgabe des neuen Königs werde sein, „die Schotten bei der Stange zu halten“, meint der Experte. 2014 hatte sich eine Mehrheit der Schotten gegen eine Unabhängigkeit von Großbritannien ausgesprochen. Doch dann kam der Brexit, den die meisten Schotten ablehnten. Die schottische Regierung strebt 2023 erneut ein Unabhängigkeitsreferendum an.

Damit bleibe dem Thronfolger nicht viel Zeit, die Schotten von seiner Person und seinen Kompetenzen zu überzeugen. Sotschek rät dem Thronfolger „den Pomp abzuschaffen und etwas volksnäher zu werden.“

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