Tagesgespräch

CDU-Politiker Otte: "Herr Pistorius kann mit Polizei, ob er schnell Zugang zur Truppe findet, muss sich zeigen"

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AUTOR/IN
Gerhard Leitner

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Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte hat verhaltene Kritik an der Nominierung des neuen Bundesverteidigungsministers geübt. Ihm wäre ein Mitglied aus der SPD-Fraktion oder der Bundesspitze lieber gewesen, sagte Otte im SWR2 Tagesgespräch: "Denn er hätte ja vorher beispielsweise die Wehrbeauftragte benennen können, die eng an der Truppe ist. Herr Pistorius kann mit Polizei - also er ist ein ordentlicher Innenminister - ob er jetzt auch schnell Zugang zur Truppe findet, ob er die Aufgaben bewältigen kann, muss er zeigen." Zudem kritisierte Otte die, seiner Meinung nach, verschleppte Nachfolge. Es hätte schon geholfen, wenn die Entscheidung zwei Tage früher gefallen wäre, da man im Ministerium eingearbeitet und sich auf die kurz bevorstehenden Nato-Treffen vorbereiten müsse. "Ich glaube, die Zeit hätte Pistorius gutgetan. Jetzt muss er aus dem Stegreif heraus, dies auf internationaler Ebene lösen", so Otte.

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