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Die Grünen haben im Wahlkampf um das Oberbürgermeister-Amt in Stuttgart viele Fehler begangen, meint der Politologe Ulrich Eith von der Uni Freiburg im Gespräch mit SWR2: „In der öffentlichen Kommunikation ist nicht ausreichend deutlich geworden, wo Fritz Kuhn Stuttgart voran bringen wollte“. Der Grünen-Politiker Kuhn hatte nach acht Jahren im Amt auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Veronika Kienzle, die die Grünen als Nachfolgerin ausgewählt hatten, war im zweiten Wahlgang am Sonntag nicht mehr angetreten.

Niedrige Wahlbeteiligung

Die niedrige Wahlbeteiligung sei auffällig, meint Eith, ebenso, dass der parteilose Kandidat Marian Schreier in den Innenstadtbezirken Stuttgarts, die als Grünen-Hochburgen gelten, viele Stimmen geholt habe. Teilweise könne man das Debakel in der Landeshauptstadt auch auf die Landespolitik zurückführen: „Eine grün geführte Landesregierung muss Kompromisse machen, die nicht allen im grünen Milieu gefallen“.

Gewählter OB Nopper - einer, der Brücken bauen kann

Der gewählte OB Frank Nopper (CDU) gelte jedoch als Politiker, der mit anderen Mehrheiten (im Stuttgarter Gemeinderat sind die Grünen die stärkste Fraktion) umgehen könne: „Er soll einer sein, der Brücken bauen kann“, gibt Eith zu bedenken. Auf jeden Fall habe der neu gewählte Oberbürgermeister eine lange Aufgabenliste.

Professor Ulrich Eith lehrt an der Universität Freiburg und ist Leiter des Studienhauses Wiesneck.

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