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Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, erwartet die Sondersitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses (12.4.2021) zur Munitionsaffäre im Kommando Spezialkräfte (KSK) mit Spannung. „Es geht im Kern darum, wer was wann wusste“, so Wüstner in SWR2. Es sei aber noch nicht sicher, dass KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr sich falsch verhalten habe, als er KSK-Angehörigen Straffreiheit zusicherte, falls diese verschwundene Munition zurückbrächten.

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Um die Person Kreitmayrs, der ein „Reformer“ sei, gehe es laut Wüstner nicht. Der Bundestag fordere deshalb auch nicht mehr die Ablösung des Generals, sondern frage, weshalb er nicht früher informiert worden sei. Wüstner: „Es geht um den systemischen Fehler, der aufzuklären ist“.

Forderungen, das KSK aufzulösen, schließt sich Wüstner nicht an, weil man die KSK brauche, so Wüstner unter Hinweis auf den KSK-Einsatz in Afghanistan und bei Geiselnahmen. Was das Verteidigungsministerium tue, um das KSK zu reformieren kommt laut Wüstner „einem Neuanfang gleich“. Wüstner: „Ich glaube, man geht gerade eine gute Mitte zwischen massiver Veränderung und Beibehaltung der Einsatzbereitschaft“.

Oberstleutnant André Wüstner ist seit 2013 Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbands e.V. Er war unter anderem im Kosovo und in Afghanistan im Einsatz und ist damit der erste Vorsitzende der „Soldatengewerkschaft“ mit Einsatzerfahrung.

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