Tagesgespräch

Bundesbauministerin Geywitz: "Ohne Geld wird das Problem der Wohnungslosigkeit nicht gelöst werden können“

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AUTOR/IN
Lechler, Pascal

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Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will sich in dieser Legislaturperiode verstärkt mit dem Problem der Wohnungslosigkeit beschäftigen. "Das ist eine der Aufgaben, die ich mir vorgenommen habe", sagte Geywitz im SWR Tagesgespräch. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf den von der Ampelkoalition geplanten nationalen Aktionsplan.

Mit den Ländern sei sie zudem bereits in Verhandlungen, um Instrumente der sozialen Wohnungsförderung auf den Weg zu bringen. "Und wir waren jetzt auch erfolgreich, so dass die erste Milliarde Investitionsförderung im sozialen Wohnungsbau freigegeben werden kann und eine weitere soll 2022 folgen - unter dem Aspekt Klimaschutz im sozialen Wohnungsbau, weil ohne Geld wird das Problem nicht gelöst werden können“, so Geywitz.

Neben der Erhöhung des Bauvolumens setzt die Ministerin auch auf die Nach- und Umnutzung alter Bausubstanzen. "Das wird ein ganz wesentlicher Beitrag sein, weil nur durch Zubau werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen können. Wir müssen den Bestand anfassen." Derzeit lasse sie beispielsweise prüfen, inwieweit finanzielle Anreize geschaffen werden könnten, um die Altbausanierung für junge Familien attraktiver zu machen. Dazu gehöre dann aber umgekehrt auch, dass genügend Angebote für ältere Menschen zur Verfügung stünden, in barrierefreie kleinere Wohnungen umzuziehen, so Geywitz.

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Lechler, Pascal