Gespräch

Bildungsforscher zur Jugend in Deutschland: Krisenbewusstsein und hervorragende Berufsaussichten gleichzeitig

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Frauke Oppenberg

Die Erfahrung von Pandemie und Krieg habe Jugendliche weniger verunsichert als es scheine, sagt der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann in SWR2. Ein großer Teil der Jugendlichen sei „krisensensibel“, ja „krisenbewusst“, so Hurrelmann über die Ergebnisse seiner Studie „Jugend in Deutschland“.

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„Sie haben hervorragende berufliche Chancen“

Das Krisenbewusstsein werde von Jugendlichen auch artikuliert: „Wir leben in krisenhaften Zeiten“, so sähen es viele Jugendliche. „Da kann eine weiter hinzukommende Krise diese jungen Leute nicht aus den Schuhen kippen.“

Mit Blick auf ihre Zukunftsaussichten seien viele Jugendliche gespalten. Auf der einen Seite werde die Klimakrise als Bedrohung wahrgenommen.

Auf der anderen Seite stünden gute Perspektiven für die eigene Laufbahn, so Hurrelmann: „Sie haben hervorragende berufliche Chancen, und ich glaube, das führt dazu, dass diese psychische Verunsicherung, die wir sehr deutlich merken können, sich nicht dramatisch auswirkt.“ Die Jugendlichen würden sehen, dass sie materiell insgesamt noch ziemlich gut gesichert seien.

Gespräch Studie „Jugend in Deutschland“: Mit Sorge in die Zukunft

„Corona prägt ungemein, weil es die Ausgangslage für das Erwachsenwerden erschwert, fasst Jugendforscher Simon Schnetzer die aktuelle Studie „Jugend in Deutschland“ zusammen. Schnetzer und der Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann haben darin untersucht, was junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren beschäftigt, welche Sorgen und Wünsche sie haben.  mehr...

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Gesellschaft Studie Jugend in Deutschland: Trotz Krisen bleibt Grundoptimismus

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Ralf Caspary im Gespräch mit Prof. Klaus Hurrelmann, Hertie School - University of Governance, Berlin  mehr...

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