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Für Saudi-Arabien sollte der G20-Gipfel eigentlich ein PR-Gipfel werden, aber wegen der Corona-Pandemie musste das Treffen der 20 wichtigsten Industrieländer per Video stattfinden. Für Saudi-Arabien, das vor allem wegen Menschenrechtsverstößen kritisiert wird, „wäre der Gipfel eine Riesengelegenheit gewesen“, sagt Florence Gaub vom European Union Institute for Security Studies im Gespräch mit SWR2.

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Und auch sonst gab es Enttäuschungen, so verließ der noch amtierende US-Präsident Donald Trump nach kurzer Zeit die Konferenz, um Golf zu spielen.

Aber die anderen Staaten scheinen sich zurzeit ohnehin eher auf die Zeit nach Trump einzustellen, auf eine wieder stärker multilateral geprägte Weltpolitik, so Gaub. Ganz habe auch Trump es nicht geschafft, den Multilateralismus aufzukündigen: „de facto ist es so, dass es auf gesundheitspolitischer Ebene zum Beispiel bei den Impfungen zur Zusammenarbeit kommt. Auf einem Level, das wir vorher noch nicht so gesehen haben“.

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