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Bergamo war ein Schock: Erster nationaler Gedenktag für die Corona-Opfer in Italien

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Bergamo März 2020: Gesundheitssystem zusammengebrochen

„Bergamo war für die Italiener ein richtiger Schock“, sagt der Politikwissenschaftler Nino Galetti, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom, in SWR2. „Innerhalb weniger Tage war das Gesundheitssystems Italiens punktuell komplett überlastet und zusammengebrochen“.

Es habe schon zuvor Bilder von Patienten ohne Beatmungsgeräte gegeben und Berichte von Triage-Verfahren. Aber mit den Bildern von Bergamo, dem Abfahren der Särge, da habe wirklich der letzte Italiener begriffen, was da passiert. Italiens Regierung hat für den 18. März 2021 einen nationalen Gedenktag für die Opfer der Corona-Pandemie ausgerufen.

„Verschwörungstheoretiker haben in Italien keine Chance“

„Der Schock von Bergamo hält noch an“, meint der Politikwissenschaftler Nino Galetti mit Blick auf die ikonisch gewordenen Fotos von Militärlastern, die die Toten aus den Krankenhäusern in Oberitalien vor einem Jahr abtransportierten.

„Äußerst diszipliniert“, so der Leiter der Niederlassung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom, hätten die Italiener:Innen reagiert - und hielten sich weiterhin an die teilweise sehr harten Beschränkungen, die Rom immer wieder verhängen musste. „Verschwörungstheoretiker haben in Italien keine Chance“.

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