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Bekämpfen oder verwalten – Was tut der Staat gegen Rechtsextremismus?

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Max Bauer diskutiert mit
Heike Kleffner, Bundesverband der Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
Armin Kurtović, sein Sohn Hamza Kurtović wurde beim rechtsterroristischen Anschlag von Hanau ermordet
Prof. Dr. Matthias Quent, Soziologe und Rechtsextremismusforscher, Hochschule Magdeburg-Stendal

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Ob die Morde des Terrortrios NSU, das Attentat auf Walter Lübcke oder der rassistische Anschlag in Hanau - rechtsextreme Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik.

Doch gerade beim Fall Hanau und seiner schleppenden Aufarbeitung stellt sich die Frage: Tut der Staat genug im Kampf gegen Rechtsextremismus?

„Es ist die Bringschuld des Staates, aufzuklären und aufzuarbeiten – das hat der Bundespräsident gesagt. Ich kann nur meinen Beitrag dazu leisten, wenn ich sehe, dass da nichts passiert.“

Warum enden Ermittlungsverfahren, bevor eine Tat wirklich aufgeklärt ist? Warum haben die Sicherheitsbehörden rechtsextreme Gewalttäter manchmal gar nicht auf dem Schirm?

„Diese schreckliche Erfahrung, dass der Rechtsstaat die Hinterbliebenen, die Angegriffenen rechtsextremer Gewalt im Stich lässt, die teilen inzwischen viel zu viele Menschen in Deutschland.“

Rassistische Gewalt in Deutschland

Extremismus Rechtsterrorismus in Deutschland – Von der Nachkriegszeit bis heute

Am Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Hanau mit neun Opfern fragen viele, ob Staat und Gesellschaft Nazi-Terror lange verharmlost haben. Ein Blick in die Geschichte Deutschlands zeigt: ja.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Gespräch 30 Jahre rassistischer Gewaltexzess von Rostock-Lichtenhagen: „Das Pogrom ist nicht vom Himmel gefallen“

Der Anschlag von Rostock-Lichtenhagen vor 30 Jahren müsse komplexer analysiert werden als bisher. „Das Pogrom ist nicht vom Himmel gefallen“, sagt Dan Thy Nguyen, Autor des Hörspiels „Sonnenblumenhaus“, in SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Zeitwort 29.5.1993: Beim Solinger Brandanschlag sterben fünf Menschen

Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen: Nach der Wiedervereinigung kam es in Deutschland vermehrt zu ausländerfeindlichen Anschlägen.  mehr...

SWR2 Zeitwort SWR2

Gedenken Ein Jahr nach dem Anschlag von Hanau: Erinnerung an die Opfer des Rassismus

Ein rechtsradikaler Attentäter erschoss am 19. Februar 2020 in der hessischen Stadt Hanau gezielt Menschen mit Migrationshintergrund. Er tötete neun Personen, verletzte sechs und erschoss anschließend seine Mutter und sich selbst. Ein Jahr später sind die Namen der Toten nicht vergessen. Wie wird in Deutschland den Opfern der rassistischen Gewalttat gedacht?  mehr...

das ARD radiofeature Mordfall Yeboah – Doku über die späte Verfolgung rechter Gewalt

Samuel Yeboah stirbt 1991 bei einem Brandanschlag. 30 Jahre später wird ein Neonazi verhaftet. Wurde auch bei weiteren Brandanschläge unzureichend ermittelt, rechte Gewalt bewusst kleingeredet?  mehr...

SWR2 Feature SWR2

Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 75 Jahre nach Auschwitz - Wie erinnert man an den Holocaust?

Es diskutieren:
Esther Dischereit, deutsch-jüdische Schriftstellerin und Beobachterin des Untersuchungsausschusses zu den NSU-Verbrechen, Berlin
Sibylle Thelen, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Gedenkstättenarbeit, Stuttgart
Prof. Dr. Thomas Thiemeyer, Direktor des Ludwig-Uhland-Instituts für empirische Kulturwissenschaft, Tübingen
Gesprächsleitung: Silke Arning  mehr...

SWR2 Forum SWR2

SWR2 Glauben 10 Jahre nach dem Auffliegen des NSU

Hat Deutschland aus zehn Morden gelernt?
Von Jana Lange und Holger Schmidt  mehr...

SWR2 Glauben SWR2

SWR2 Forum Der unterschätzte Terror – Wie gefährlich ist der Rechtsextremismus?

Es diskutieren:
Prof. em. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Sozialforscher, Gründer des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Bielefeld
Prof. em. Dr. Werner Patzelt, Politikwissenschaftler, Dresden
Dr. Heribert Prantl, ehemaliger Leiter des Meinungsressorts der Süddeutschen Zeitung, München
Gesprächsleitung: Thomas Ihm  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Zeitgenossen Gisela Friedrichsen: „Das Böse existiert“

Sie berichtete über angeklagte Mauerschützen, den Kaufhaus-Erpresser Dagobert und den NSU-Prozess. Die Texte der Journalistin Gisela Friedrichsen lesen sich wie eine Zeitreise durch die deutsche Rechtsgeschichte der letzten 30 Jahre. Die 74-jährige Friedrichsen gilt als "Großmeisterin der Gerichtsreportage".  mehr...

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