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Es ist eins der weltweit meistgespielten Online-Spiele: Bei Minecraft sind 145 Millionen Nutzer unterwegs. Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen kooperiert seit einigen Tagen mit dem Online-Klassiker Minecraft und hat dort eine virtuelle Bibliothek errichtet, mit Pressetexten, die in etlichen Ländern zensiert oder gar nicht zugänglich sind.

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Kristin Bässe von „Reporter ohne Grenzen“ sagt bei SWR2, damit erreiche man eine ganz andere Zielgruppe. Öffentlich gemacht werden sollen vor allem Texte aus Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam.

Kristin Bässe zufolge kann man nach einigen Tagen bereits resümieren, dass Spieler aus allen kritischen Ländern sich in der ‚Uncensored Library‘ unterhalten und mit dem Thema Pressefreiheit beschäftigen: „Es war sogar schon so viel Andrang, dass Menschen anstehen mussten, um in unseren Server reinzukommen.“ Selbst wenn der Server gesperrt werde, sei die Bibliothek auch offline verfügbar. Schon jetzt gebe es mehr als 20.000 Downloads. „Die Library kann man eigentlich nicht mehr aufhalten“, so Bässe wörtlich.

Gespräch Leid an der Grenze zur Türkei: „Reporter ohne Grenzen” warnt vor Angriffen auf Journalisten

Anders als 2015 und der anfangs herrschenden Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen zeigt die Medienberichterstattung von der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei Bilder von einer „Festung Europa”, die Flüchtlinge durch Stacheldrahtzäune fernzuhalten versucht. Berichterstattung über das Leid der Flüchtlinge versuchen auch Rechtsextremisten zu verhindern. Journalisten in Griechenland und der Türkei sehen sich deshalb Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Die Behörden müssten das verhindern, fordert Christian Mihr von Reporter ohne Grenzen. Er warnt vor einer politischen Stimmung, die die rechtsextremen Übergriffe auf Journalisten begünstigt.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Autoritärer Geist bedroht immer stärker die Meinungsfreiheit

Als „generell schlechter” bezeichnet die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen” die weltweite Tendenz bei der Pressefreiheit. Die jüngste Bilanz des Netzwerks spricht von 49 ermordeten und 57 entführten Journalistinnen und Journalisten. Gestiegen sei auch die Zahl inhaftierter Medienvertreter - auf 389. „Das ist eine Mindestzahl an Fällen, die wir klar recherchiert haben”, so Geschäftsführer Christian Mihr. Am schwierigsten sei die Lage der Pressefreiheit in China, das Journalisten inhaftiere und in den Gefängnissen eine Gesundheitsversorgung vorenthalte. „Das ist eine besonders zynische Entwicklung”, so Mihr. Selbst in Demokratien wehe inzwischen ein „autoritärer Geist”, urteilt Reporter ohne Grenzen. Ungarn und Polen seien hierfür Beispiele. „Auch in Deutschland haben wir eine Zunahme von Gewalttaten gegen Journalisten”, bilanziert Christian Mihr. Das gelte besonders im Umfeld von Pegida- und AfD-Aktionen. Die Demonstration gegen Journalisten, die unlängst die rechtsradikale NPD in Hannover veranstaltete, war für Reporter ohne Grenzen „ein neuer Tiefpunkt”.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Netzkultur Dummes Spiel, kluge Satire: The Open World Game

In der Theorie versprechen Open-World-Games unendliche Weiten und große Freiheit. In der Realität allerdings nerven sie den Spielenden dann oft mit den immer gleichen langweiligen Aufgaben. Ein kostenloses Satire-Game knöpft sich diese Marotten nun vor.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

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