Gespräch

„Autogipfel“ bei der Kanzlerin: An „Elektrifizierung“ der Autos führt kein Weg vorbei

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Eine „Elektrifizierung“ neuer Fahrzeuge sei für die Automobilhersteller unausweichlich geworden, so Michael Auerbach, Professor an der Fakultät Mobilität und Technik der Hochschule Esslingen, in SWR2. Vor allem deshalb, weil die Zukunft von Verbrennungsmotoren durch die gesetzlichen Vorgaben erheblich eingeschränkt werde.

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Dafür sorgten die schnelle gesetzliche Verschärfung der Emissionswerte, vor allem der EU-weite Grenzwert für neue Pkw von 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. Weitere Verschärfungen auf bis zu 60 Gramm bis 2030 sorgten dafür, dass ein reiner Verbrennungsmotor diese Werte nicht mehr erreichen könne.

Forschung in Deutschland ist breiter aufgestellt

Dies bedeute allerdings nicht notwendig, dass die Zukunft allein elektrisch-batteriegestützten Fahrzeugen gehören werde. Auch Plugin-Hybride blieben eine technische Alternative.

Insgesamt sehe es „nicht so düster aus für die deutschen Automobilhersteller“, so Auerbach. Die Forschung sei bereits wesentlich breiter aufgestellt, um alle möglichen Formen von Hybridfahrzeugen der Zukunft zu entwickeln, „bis hin zum Elektrofahrzeug“.

Einsatz von mehreren Technologien wichtig

Entscheidend sei eine „technologie-offene“ Gestaltung des Wandels. Auch Batterien, Brenstoffzellen und synthetische Kraftstoffe müsse man in die Entwicklung einbeziehen.

Wichtig sei es, dass die Politik „der Wissenschaft Gehör verschafft“ und auch kontroverse Debatten möglich blieben. Es gebe nicht „den einen Antrieb als Lösung für alle Fälle“, sondern es sei erforderlich, je nach Umweltverträglichkeit verschiedene Antriebsformen für verschiedene Fälle zu entwickeln.

Beim sogenannten Autogipfel am 23. März 2021 will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Vertreter*innen der Branche über Herausforderungen durch Klimaschutzziele sprechen.

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Gespräch „Und dann war das Ding halt einfach drin“: Die Doku #Dieselgate über den VW-Abgas-Skandal auf Arte

Die eigentliche Verantwortung für den Dieselskandal bei VW sei bis heute nicht richtig aufgeklärt, sagt der Regisseur Johan von Mirbach in SWR2 über seine Dokumentation #Dieselgate im Kultur-Sender Arte. Von Mirbach hat für seinen Film auch mit VW-Managern gesprochen, deren Namen anonymisiert wurden. Bis heute hielten sich diese Männer nicht für verantwortlich, so Mirbach: „Jeder, der dabei war, ist überzeugt, dass jemand anderer die Verantwortung trägt“.
Alle könnten gut erklären, was damals gelaufen sei. Einige seien auch noch immer überzeugt, dass der Einbau der betrügerischen Diesel-Software eigentlich rechtens gewesen sei. Schuld seien in ihrer jeweiligen Wahrnehmung aber immer „die anderen“. VW sei damals ein sehr autoritär geführter Konzern gewesen. Während man Ingenieuren ein eigentlich „unlösbares Problem“ zur Lösung übertragen habe, so von Mirbach, seien die Verantwortung nach oben weggeschoben und die eigentlichen Details immer spärlicher weitergemeldet worden. Einer der Manager habe in der Doku lakonisch festgestellt: „Und dann war das Ding halt einfach drin.“
Die Dokumentation „#Dieselgate. Die Machenschaften der Deutschen Autoindustrie“ läuft am 23. Februar um 20 Uhr 15 im Sender „arte“.  mehr...

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Wie sicher ist Radfahren im Südwesten? Wo fährt es sich gut, wo ist es gar gefährlich? Über sieben Wochen konnten bei der SWR Mitmachaktion #besserRadfahren Radfahrende im Südwesten in 25 Kategorien Gefahrenstellen oder Behinderungen melden. Jetzt sind die Ergebnisse ausgewertet.  mehr...

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