Gespräch

Ausblick auf die Midterm-Elections – Republikaner in der Sackgasse

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INTERVIEW
Frauke Oppenberg

„Die Midterm-Elections in den USA werden wieder spannend,“ darauf hat der Politikwissenschaftler Michael Werz vom Center for American Progress im Interview mit SWR2 hingewiesen. Als Gründe nannte Werz das Ende der Covid-Krise und die positiven Entwicklungen der ökonomischen Situation in den USA. Der wichtigste Faktor jedoch sei, dass sich die Republikaner mit ihrer Position zum Abtreibungsrecht „in eine Sackgasse“ manövriert hätten.

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Werz: Vor allem soziale Fragen sind wahlentscheidend

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshof zum Abtreibungsrecht habe erhebliche Gegenreaktionen hervorgerufen – auch in strukturell konservativen Kreisen. „All das führt dazu, dass es für die Demokraten besser aussieht als es noch vor einigen Wochen der Fall war“, betonte Werz.

Wahlentscheidend würden darüber hinaus vor allem soziale Fragen. Nachdem der demokratische US-Präsident Joe Biden große Infrastruktur- und Investitionsprogramme durch Abgeordnetenhaus und Senat gebracht hätte, würden die Menschen beginnen zu spüren, dass die Leistungen bei ihnen ankommen. „Das hat die Stimmung deutlich verändert. Man wird sehen, ob das hält bis November“, so Werz weiter.

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Die Wahl ist entschieden. Joe Biden wird im Januar Donald Trump ablösen. Nach einer tagelangen Hängepartie ist das Ergebnis eindeutig. Während Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris Glückwünsche aus aller Welt erhalten, wird es einsam um den Wahlverlierer. Kann Biden die gespaltene Nation mit sich selbst versöhnen und alte Allianzen mit seinen Partnern in der Welt neu beleben? Was bleibt von Trump und America First? Thomas Ihm diskutiert mit Marina Henke - Professorin für Internationale Politik, Prof. Dr. Detlef Junker - Heidelberg Center for American Studies, Prof. Dr. Boris Vormann - Politikwissenschaftler

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