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Eilantrag vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof

„Im Grundgesetz steht neben der Religions- und Meinungsfreiheit, sprich Demonstrationsfreiheit, festgesetzte Kunstfreiheit, und die wird unseres Erachtens immer noch hinten an gestellt“, sagt Dirigent und Organist Hansjörg Albrecht.

Albrecht ist künstlerischer Leiter des Münchner Bach-Chores und Bach-Orchesters und Mitglied der Initiative „Aufstehen für die Kunst“. Die Initiative von Künstler*innen, unterstützt unter anderem von der Geigerin Anne-Sophie Mutter und dem Bariton Christian Gerhaher, war mit einem Eilantrag vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gezogen.

Die Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung verstößt der Initiative zufolge gegen die Kunstfreiheit

Ihre Kritik: Das durch die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen- Verordnung geregelte pauschale Konzert- und Aufführungsverbot sowie die generellen Schließungen von Theatern, Opern und Konzerthäusern verstoßen gegen die im Grundgesetz garantierte Kunstfreiheit.

Man habe nach wie vor das Gefühl, dass die Politik die Bedeutung von Kunst und Kultur einfach nicht ernst nehme. Auch angesichts der wissenschaftlichen Pilotprojekte in der Kulturszene. Aber problematisch sei auch, dass die Kunstbranche nicht mit einer Stimme spreche.

„Dieses Zusammenschließen zu einer Stimme, da ist die Kunstbranche noch wahnsinnig weit entfernt“, so Albrecht. Die Entscheidung des VGH wird in diesen Tagen erwartet.

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