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Der Musikstreaming-Marktführer Spotify will massiv expandieren und Zugang zu mehr als einer Milliarde potenzieller Nutzer*innen erhalten, unter anderem in Asien, Afrika und Lateinamerika. Das gab Spotify-Manager Alex Norström am 22. Februar in einer Videopräsentation bekannt. Auch sein Podcast-Angebot will Spotify stark ausbauen.

Mit 345 Millionen Nutzer*innen in 93 Märkten – darunter 155 Millionen zahlende Abo-Kund*innen – ist Spotify die Nummer eins im Streaming-Geschäft, vor Apple Music. Das Unternehmen geht davon aus, dass Audiostreaming branchenweit Erlöse von 56 Milliarden Dollar zum Jahr 2023 einbringen wird. Dabei werde neben den heute dominierenden Abo-Einnahmen zunehmend Werbung wichtig. Zu den angekündigten Neuerungen gehört auch eine Plattform zum Ausspielen von Werbung in Podcasts.

2021 will Spotify zudem „Hifi“-Musik in besserer Qualität anbieten. Die deutlich kleineren Konkurrenten Tidal und Deezer haben bereits entsprechende Angebote.

 Zwölf deutschsprachige Podcasts angekündigt

Zwölf neue Podcast-Titel in deutscher Sprache wurden außerdem angekündigt, darunter auch ein tägliches Nachrichten-Format. Kalkül dabei ist auch, mehr Musik-Abonnent*innen zu gewinnen. In den USA hat das Unternehmen mit Ex-Präsident Barack Obama und Rocklegende Bruce Springsteen den Podcast „Renegades: Born in the USA“ (etwa: Abtrünnige: Geboren in den USA) gestartet.

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Desiree Vach - Labelgründerin und Vorstandsvorsitzende des Verbands unabhängiger Musikunternehmen, Berlin
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