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Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis in den USA reißen die Proteste auf der ganzen Welt nicht ab. Überall gehen Menschen auf die Straße, um gegen Rassismus zu demonstrieren.

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Nicht erst in der Coronakrise wurde die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft deutlich, die sich unter der Politik des US-Präsidenten Donald Trump noch verschäft hat. Der Tod mehrerer Afroamerikaner*innen durch Polizeigewalt in den letzten Wochen hat nun zu einem Wiedererstarken der „Black Lives Matter“-Bewegung geführt, die auf systemischen und strukturellen Rassismus gegen Schwarze in den USA und weltweit hinweist.

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Überall auf der Welt erhielt die Antirassismus-Bewegung dadurch neuen Schwung. In Deutschland wird seit langem eine bessere Verfolgung von rassistischer Polizeigewalt gefordert. Der bekannteste Fall ist der ungeklärte Tod Oury Jallohs in einem Dessauer Polizeirevier.

Auch im Sendegebiet haben am 6. Juni Demonstrationen gegen Rassismus stattgefunden, die größten in Mannheim und Stuttgart mit jeweils mehreren Tausend Teilnehmenden.

Rassismus in den USA

Film Film als Waffe – Wie das US-Kino das Thema Rassismus behandelt

Der brutale Video-Clip von der Verhaftung und Ermordung des George Floyd auf den Straßen von Minneapolis zeigt: Film kann zur Waffe im politischen Kampf werden. Das amerikanische „Black Cinema“ weiß dies seit langem.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Musikgespräch „Wir erleben das hautnah mit“: Thomas Lausmann von der New Yorker MET über die Proteste

Der gebürtige Heidelberger Thomas Lausmann ist an der Metropolitan Opera in New York für die musikalische Einstudierung der Gesangspartien verantwortlich. Schwer gebeutelt durch die Krise musste die Metropolitan Opera viele Angestellte ohne Gehalt freistellen. Nun wird die Stadt von der Black Lives Matter-Bewegung und den Protesten gegen die Polizeigewalt erschüttert. Thomas Lausmann geht seiner Arbeit an der MET auch in diesen Zeiten nach und wagt einen Ausblick, wie die aktuellen Proteste die Zukunft der New Yorker Opernlandschaft beeinflussen könnten.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

#Blacklivesmatter Minnesota Orchestra stellt sich gegen örtliche Polizei und hinterfragt eigenen Rassismus

Den Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz hat sich auch das Minnesota Orchestra in Minneapolis angeschlossen. Als ersten Schritt will das Orchester nicht weiter mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten.  mehr...

Gesellschaft Wie schwarze Eltern in den USA ihre Kinder auf Rassismus vorbereiten

Weiße Eltern fürchten sich vielleicht vor dem Aufklärungsgespräch über Sex. Eltern schwarzer Kinder müssen ganz andere Themen ansprechen: Rassismus, Polizeigewalt, gezielt gerichtet gegen Schwarze. Die afroamerikanische Community nennt das “The Talk”.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Historikerin zum Mord an George Floyd: Wenig Hoffnung auf ein Ende des Rassismus in den USA

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd war eindeutig ein Mord durch Polizeigewalt, betont die Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson.Das Video zu sehen, in dem Floyd zu Tode kommt, sei kaum auszuhalten, sagt sie. Die Gewalt, die sich nun in den Strassen entlade, sei ein Zeichen der massiven Frustration, dass rassistische Übergriffe gegen afroamerikanische Bürger einfach nicht aufhörten.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Gespräch Tief verankert in der Gesellschaft: Rassismus in den USA

„Man kann schon sagen, dass die Gewalt gegen schwarze Menschen, die als Sklaven in die Vereinigten Staaten oder damals in die Kolonien verschifft worden sind, eigentlich in der Geschichte der Vereinigten Staaten nie wirklich aufgehört hat als strukturelle Gewalt,“ sagt Prof Martin Lüthe, Historiker und Kulturwissenschaftler am John-F.-Kennedy-Institut an der FU Berlin, in SWR2 am Morgen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Politische Konsequenzen

Gespräch Warum spielt Trump Diktator? US-Demokratie im Härtetest der Demonstrationen

Die massiven Proteste in den USA rühren aus einem „zentralen Konflikt, der schon lange schwelt“, sagt Boris Vormann, Politikwissenschaftler am Bard College Berlin, gegenüber SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Forum Ein Land in Aufruhr - Wer eint Amerika?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Michael Butter, Amerikanist, Universität Tübingen
Arthur Landwehr, SWR Hörfunk-Korrespondent, Washington
Prof. Dr. Britta Waldschmidt-Nelson, Historikerin, Universität Augsburg
Moderation: Claus Heinrich  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Rassismus & Polizeigewalt in Deutschland

Gespräch Wie weiße Leute über schwarze Leute (nicht) reden sollten

„Ich sehe uns nicht als Minderheit, global betrachtet sind People of Colour die Mehrheit“, sagt Nadja Ofuatey-Alazar. Um dem Rassismus der Weißen zu begegnen, müssen diese sich aus den eigenen Institutionen heraus der rassistischen Geschichte bewusst werden. Denn, so Ofuatey-Alazar, „Rassismus ist kein individuelles Problem, sondern ein gesellschaftliches und strukturelles.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Hörbuch Unbequem: Alice Hasters über Rassismus

Über Rassismus redet niemand gerne – auch nicht die, die es betrifft. Aber nun ist Schluss mit Schweigen und Alice Hasters hat Einiges zu erzählen: Von der unbedachten Frage bis zur absichtlichen Demütigung ist alles dabei. Schonungslos, und sachlich liest sie ihre eigene Geschichte. Ein Hörbuch, das berührt, Fragen aufwirft und vor allem klarmacht: Wir haben ein Rassismus-Problem. Das kann nach diesem Hörbuch niemand mehr leugnen.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Tagesgespräch Leiter der Antidiskriminierungsstelle Franke: "Nicht so rassismus-frei, wie viele glauben"

Rassistische Diskriminierung nimmt auch in Deutschland deutlich zu, sagt der kommissarische Leiter der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, im SWR Tagesgespräch. Die Behörde legt heute ihren aktuellen Jahresbericht 2019 vor. "Der Ton ist rauer geworden", sagt Franke. Die deutsche Gesellschaft sei "nicht so rassismus-frei, wie viele glauben". Rund ein Drittel aller Anfragen an die Antidiskriminierungsstelle bezögen sich auf rassistische Diskriminierung bei der Job- oder Wohnungssuche oder bei der Einlasskontrolle von Bars und Diskotheken. Insgesamt müsse Deutschland mehr gegen Diskriminierung tun und auch bestehende Gesetze ändern. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz beziehe sich nur auf Alltagsgeschäfte, nicht aber auf Ungleichbehandlung im Bereich behördlichen oder staatlichen Handelns, z.B. bei Diskriminierung durch die Polizei beim "racial profiling". Hier müsse nachgebessert werden, sagte Franke im SWR. Das neue Antidiskriminierungsgesetz des Landes Berlin könne dazu Vorbild für andere Länder sein.  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Gesellschaft Farbe bekennen – Alltagsrassismus in Deutschland

Das Gefühl nicht dazuzugehören, erleben viele Schwarze in Deutschland. Rassismus hat gravierende Folgen. Wie kann man Menschen stärken und sich für ein Miteinander einsetzen? Von Susanne Babila  mehr...

SWR2 Glauben SWR2

Gespräch Erbe deutscher Kolonialvergangenheit: Tahir Della über Rassismus in Deutschland

„Kolonialvergangenheit, koloniale Verbrechen, koloniale Geschichte ist natürlich nicht denkbar ohne Rassismus,“ sagt Tahir Della, Sprecher der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ im SWR2 Journal am Morgen.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Feature Täter in Uniform – Polizeigewalt in Deutschland

Sind Misshandlungen, Totschlag und Mord im Polizeidienst "bedauerliche Ausnahmen"? Amnesty International kritisiert seit Jahren strukturelle Polizei-Gewalt in Deutschland.  mehr...

SWR2 Feature SWR2

Gespräch Erster Afrozensus in Deutschland: Realität Schwarzer Menschen sichtbar machen

Die Lebensrealität schwarzer Menschen in Deutschland sichtbar zu machen und dazu konkrete und differenzierte Daten zu erheben, das sei das Ziel des ersten Afrozensus in Deutschland, sagt Joshua Kwesi Aikins von Citizens for Europe. Die Organisation unterstützt die Initiative.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gesellschaft Den eigenen Rassismus kennenlernen: Der Film „(Exit)Happyland“ vom Jugendclub des Nationaltheaters Mannheim

Seit dem Tod von George Floyd bewegt eine große Rassismusdebatte viele Gesellschaften weltweit. Und der Protest geht dabei nicht nur von den Diskriminierten aus, sondern auch von denen, die bewusst oder sehr viel häufiger unbewusst zu dieser Diskriminierung beitragen. Der Jugendclub des Nationaltheaters Mannheim präsentiert dazu eine eigene Recherche: „(Exit)Happyland” bezieht sich auf das Buch „(Exit) Racism. Rassismuskritisch denken lernen” von Tupoka Ogette.  mehr...

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