Museum der Alltagskultur (Foto: Pressestelle, Museum der Alltagskultur )

Ausstellung

Ab 29. Mai: „Meine kleinen Schätze“ im Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch

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Vollkornbrot und Honig, VFB-Dauerkarte und Schallplatte, Mantel und Schneiderschere – Gegenstände, hinter denen persönliche Migrationsgeschichten stehen. Die SWR Onlineausstellung „Meine kleinen Schätze – Geschichten von Migration“ ist ab 29. Mai 2022 auch vor Ort im „Museum der Alltagskultur“ im Schloss Waldenbuch zu sehen.

Meine kleinen Schätze — Geschichten von Migration Muhterem Aras: Vollkornbrot und Honig

Muhterem Aras, wurde 1966 in der Türkei geboren und kam mit ihren Eltern und Geschwistern 1978 nach Deutschland. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften und hat in Stuttgart ein Steuerberatungsbüro. In die Politik ging sie 1999, zunächst als Gemeinderätin, seit 2011 als Landtagsabgeordnete (für Bündnis90/Die Grünen). Seit 2016 ist Muhterem Aras Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, als erste Frau in dessen Geschichte und als erste mit Migrationshintergrund bundesweit.  mehr...

Die Baden-Württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras holt ihren Honig aus der Türkei, von ihrer Cousine. In ihrer Kindheit war es ein besonderes Produkt, das es nur selten gab. Vollkornbrot verbindet sie mit Deutschland – sie backt es sogar selbst. Für den Dichter José F.A. Oliver repräsentiert der Ableger einer Pflanze seiner Großmutter die andalusische Herkunft, mit der Maske der schwäbisch-alemannische Fasnet wurde er hingegen im Schwarzwald groß.

Diese und viele andere Erzählungen sammelte ein Team um Marie Christe Werner, Leiterin der SWR2 Landeskultur, und Anna Koktsidou, SWR Beauftragte für Vielfalt und Integration, für die Online-Ausstellung „meine kleinen Schätze“

Meine kleinen – Geschichten von Migration José F. A. Oliver: Großmutterpflanze und Maske

José F.A. Oliver, Schriftsteller, 1961 in Hausach im Schwarzwald geboren, wo er auch lebt und den Hausacher LeseLenz organisiert. Seine Eltern kamen aus Andalusien in den Schwarzwald. Für sein dichterisches Schreiben wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet.  mehr...

Gegenstände des Alltags erzählen Migrationsgeschichten

Frauen und Männer, jüngere und ältere, mit eigener Migrationserfahrung oder postmigrantisch: anhand von zwei Gegenständen erzählen sie ihre Migrationsgeschichten. Anlass dafür war zunächst der 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei am 30. Oktober 2021. Aber auch die Geschichten von Menschen, die vor Krieg oder Not fliehen mussten, wegen eines Studiums nach Deutschland kamen oder weil sie sich verliebten, finden sich in der Ausstellung wieder.  Ein Mosaik des Einwanderungslandes Deutschland.

„Meine kleinen Schätze“ bringen das Thema Migration ins Museum der Alltagskultur

Diese Geschichten finden nun Einzug in das Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch, ergänzen die bestehende Dauerausstellung und platzieren das Thema Migration mitten in den Alltag hinein. Bisher waren in der Sammlung des Museums Menschen mit Migrationsgeschichte nicht repräsentiert.

In 13 Stationen erzählen sie ihre Geschichten anhand ihrer „kleinen Schätzen“. Sie treten dabei in Beziehung mit anderen gezeigten Gegenständen und zeichnen ein vielfältigeres Bild davon, wie das Leben in Baden-Württemberg aussieht. 

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