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Stolperstein in der Hechinger Straße 9

Lange hatte er geglaubt, dass es in seinem Heimatort niemals so weit kommen könnte.

Kurzbiographie:

Max Löwenstein (*10.11.1874 in Rexingen, Kreis Horb) betrieb seit 1906 eine Viehhandlung in Tübingen. 1938 musste er seinen Besitz verkaufen, die Nationalsozialisten hatten sein Geschäft aufgelöst und im Handelsregister gestrichen.

Drei seiner Kinder konnten emigrieren, eine Tochter war schwer krank.

Im August 1942 erhielt das Ehepaar Löwenstein die "Transportbenachrichtigung" nach Stuttgart. Vom Sammellager auf dem Killesberg wurden sie nach Theresienstadt deportiert. Dort verhungert und erfriert Max Löwenstein – er stirbt am 5. Juni 1944.

Max Löwenstein: Zu Hause auf dem Viehmarkt und im Stall

zwei Personen, ein Mann und eine Frau blicken in die Kamera (Foto: Pressestelle, Geschichtswerkstatt Tübingen -)
Max und Sofie Löwenstein (ca. 1930) Pressestelle Geschichtswerkstatt Tübingen - Bild in Detailansicht öffnen
Max Löwenstein und seine Ehefrau Sofie, mit zwei seiner drei Kinder. Hier mit Siegfried und Ilse, Mitte der 30er Jahre Pressestelle Geschichtswerkstatt Tübingen - Bild in Detailansicht öffnen
Der Stall hinter dem Anwesen in der Hechinger Straße 9, hier waren die Tiere des Viehhändlers Max Löwenstein untergebracht. SWR - Peter Binder Bild in Detailansicht öffnen
Das ehemalige Wohnhaus des Viehhändlers Max Löwenstein in der Hechinger Straße 9 in Tübingen. SWR - Peter Binder Bild in Detailansicht öffnen
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