Gespräch

„Architektur muss eine Geschichte erzählen“: Peter Eisenman wird 90 Jahre alt

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INTERVIEW
Doris Maull

„Eisenman war für Generationen von Architekten seit den 1970er Jahren eine ganz zentrale Figur,“ sagt Nikolaus Bernau.

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Architektur müsse laut Eisenman einem breiten Publikum etwas vermitteln, was es sonst nirgendwo sehen könne. So wie bei Eisenmans weltweit bekanntestem Bauwerk, dem Holocaust-Mahnmal in Berlin.

Holocaust-Mahnmal Berlin (Foto: IMAGO, IMAGO / ZUMA Wire)
Das von Eisenman entworfene Holocaust-Mahnma lbesteht aus 2711 Beton-Stelen. Es wurde auf einer rund 19.000 m² großen Fläche südlich des Brandenburger Tors errichtet und im Mai 2005 feierlich eingeweiht. IMAGO / ZUMA Wire

Architekturkritiker Bernau weiter: „Er hat sich nie auf eine Interpretation des Mahnmals festlegen lassen.“ Ob es an einen Friedhof erinnere oder an die Megalith-Komplexe in der Bretagne – Eisenman habe alle Deutungen zugelassen.

Mehr Theoretiker als Bauherr hat Eisenman seine Ansichten vor allem in Schriften und Vorträgen zur Diskussion gestellt. Wie anregend diese sind, zeige sich laut Nikolaus Bernau auch daran, dass nach 20 Jahren nach wie vor über das Holocaust-Mahnmal diskutiert werde.

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