Tagesgespräch

Antisemitismusbeauftragter: Judenhass ist in Deutschland weit verbreitet

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Mehr als 3000 antisemitische Straftaten sind 2021 in Deutschland verübt worden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Erfassung in der polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 2001. Eine Studie, die der American Jewish Congress Berlin in Auftrag gegeben hat, belegt jetzt, dass antisemitische Einstellungen in Deutschland weit verbreitet sind.

Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, bezeichnet es als frustrierend, dass es gefestigte antisemitische Einstellungen in der deutschen Gesellschaft gibt. Er spricht aber auch von einem positiven Signal, das von der Studie ausgehe: "Ein bedeutsamer Teil der Bevölkerung sieht mittlerweile Judenhass als gravierendes Problem an. 60 Prozent der Befragten haben das geäußert. Vor vier Jahren war dieser Wert bei 20 Prozent."

Woher diese Veränderung rührt und was die Gesellschaft gegen Antisemitismus machen kann, erklärt Klein im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jan Frédéric Willems.

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