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Der Historiker Prof. Andreas Eckert sieht in den Antisemitismus-Vorwürfen gegen den Postkolonialismus-Forscher Achille Mbembe „gewisse Anzeichen einer Hexenjagd“. Im Gespräch mit SWR2 sagte Eckert, die umstrittenen Textpassagen Mbembes würden die Vorwürfe nicht rechtfertigen. In seinen Schriften habe Mbembe deutlich gemacht, dass der Holocaust eine andere Dimension darstelle als das Apartheidsystem, so Eckert.

Zuvor hatte Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Teile von Mbembes Buch „Politik der Feindschaft“ kritisiert. Mbembe selbst hat die Vorwürfe ebenfalls zurückgewiesen.

Der Politikwissenschaftler Mbembe sollte die Ruhrtriennale 2020 mit einer Rede eröffnen. Am 22. April wurde bekannt gegeben, dass das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt ist.

Buchkritik Ivan Vladislavić - Schlagabtausch

Zwei Brüder erinnern sich an ihre Jugend im Apartheidstaat Südafrika in den 1970er Jahren, als der amerikanische Boxstar Muhammad Ali für einen von ihnen zum sportlichen Idol wurde. Rezension von Claudia Fuchs. Aus dem Englischen von Thomas Brückner Wagenbach Verlag ISBN 978-3-8031-3320-5 256 Seiten 22 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

CD der Woche Mit Soul Pop gegen Diskriminierung – Ntjam Rosie aus Rotterdam mit "Family & Friends"

Ntjam Rosie stammt aus Kamerun und zog mit neun Jahren nach Rotterdam. Inzwischen gehört sie zu den renommiertesten Soul-Jazzsängerinnen der niederländischen Musikszene. Sie hat sich in ihren Songs immer für die Diskriminierten stark gemacht, für Frauenrechte, gegen Rassenhass. Das ist auch auf ihrem neuen, sehr vielseitigen Album „Family and Friends“ so. Christiane Rebmann hat sich mit Ntjam Rosie unterhalten  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

11.2.1990 Mandelas berühmte Rede nach seiner Freilassung

Eine Stunde nach seiner Freilassung am 11. Februar 1990 aus dem Gefängnis bei Kapstadt spricht Nelson Mandela (18.7.1918 - 5.12.2013) in Anzug und Krawatte zu seinen Anhängern. Er streckt erst eine, dann beide Fäuste in die Luft. „Ich stehe hier nicht als Prophet, sondern als euer bescheidener Diener.“ So beginnt er seine Rede. Die Apartheid habe keine Zukunft, erklärt er und appelliert an die weißen Mitbürger, sich am Aufbau eines neuen Südafrikas zu beteiligen. Doch bevor er seine Rede beginnen kann, wird er zunächst zwei Minuten lang begeisternd begrüßt.  mehr...

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