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Dem Überflieger Emmanuel Macron droht die Bruchlandung. Vor der Rede des französischen Präsidenten am Nationalfeiertag urteilt der Frankreich-Experte Frank Baasner im Gespräch mit SWR2 zu dessen „Kriegs“-Rhetorik in der Corona-Krise: „Vom hohen Pathos wieder runterzukommen ist sehr schwierig.“

Konkrete Ziele und Versprechungen erwartet

Baasner, der das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg leitet, ist der Ansicht, Macron könne seine Präsidentschaft nur retten, wenn er bei seinem heutigen Auftritt konkrete Ziele und Versprechungen mache: „Wenn er das Gefühl rüberbringt, er habe verstanden, dann hat er vielleicht eine Chance.“ Die Problematik für das Staatsoberhaupt sei, dass sich im französischen Politik-System alles auf den Präsidenten ausrichte – das könne schnell zu Enttäuschung führen.

Wichtige Rede — auch für Deutschland

„Es wird eine sehr beachtete Rede werden“, meint Baasner, der hinzufügt: „Aus deutscher Sicht sollten wir uns schon wünschen, dass er ein starker Präsident ist. Aber skeptisch darf man sein.“

Professor Frank Baasner, Jahrgang 1957, ist Romanist und Literaturwissenschaftler. Er ist seit 2002 Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg.

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