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Stefanie Kleinsorge scheut keine Veränderungen: Vor dem Abitur an einer Firmengründung beteiligt, leitete sie dann ein Tagungshaus und ging mit 39 Jahren an die Uni. Sie wurde Direktorin des Port25 in Mannheim — und schließlich 2020 Bereichsleiterin Kultur der Stadt Ludwigshafen.

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Ihr gesamter Parcours ist so vielseitig wie nahe an der Kunst: Bereits die von Stefanie Kleinsorge mitgegründete Firma beschäftigte sich damit — zusammen mit einer Freundin stellte sie Druckvorlagen für die Kölner Stadtzeitung her, pflegte engen Kontakt zur Kulturszene.

Offen für Veränderungen bleiben

Die Digitalisierung machte der Reprofotografie für Kataloge und Zeitungen den Garaus, sodass sie sich wieder umorientierte. Glückliche Zufälle und bewusste Entscheidungen – diese Mischung brachte Stefanie Kleinsorge immer weiter.

Das Studium der Kunstgeschichte, das sie mit 39 Jahren absolvierte, bildete eine gute Grundlage im Kulturgeschäft, aber die Faszination für die zeitgenössische Kunst blieb. Sie war neugierig, knüpfte Kontakte, arbeitete als freie Kunstvermittlerin.

In der Kunst- und Kulturszene gut vernetzt

Stationen beim Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg oder dem Heidelberger Kunstverein folgten. Schließlich wurde Stefanie Kleinsorge Direktorin von Port25, dem Mannheimer Raum für Gegenwartskunst.

Dort konnte sie vier Jahre wirken und gestalten, doch dann ergab sich die Chance, die Seite zu wechseln: Stefanie Kleinsorge wurde im Februar 2020 Bereichsleiterin Kultur der Stadt Ludwigshafen.

Es mangelt nicht an neuen Aufgaben

Für ihren Job ein denkbar schlechtes Jahr, denn kaum hatte sie ihr Büro bezogen, startete der pandemie-bedingte Lockdown. Doch die Zeit nutzt sie, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen — über die Rolle der Kultur etwa, die als Freizeitvergnügen angesehen wird und deren Finanzierung immer noch eine freiwillige Leistung in den Haushalten ist, beispielsweise.

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