Zeitgenossen

Alice Hasters: Alltagsrassismus besteht aus Mikro-Aggressionen

STAND
INTERVIEW
Doris Maull

„Auch wenn niemand offen sagt, wir wollen hier keine schwarze Frau in Entscheidungspositionen, trotzdem wird das indirekt vermittelt“, sagt die Journalistin Alice Hasters. Sie hat u.a. in der social media-Abteilung der Tagesschau gearbeitet und dort sehr viele Erfahrungen mit hate posts und hate speech gemacht. „Ich hab gemerkt, da fehlt ein Wissen darüber, was Rassismus ist und wo er anfängt“, sagt Hasters.

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„Rassismus wird man nicht los, nur weil man behauptet, nicht rassistisch zu sein“

Als Schwarze Frau in Deutschland hat die gebürtige Kölnerin diverse Erfahrungen mit Alltagsrassismus gemacht, darüber geschrieben und gesprochen. Zum Beispiel in ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“.

Hasters ist überzeugt: Wenn wir eine antirassistische Gesellschaft sein wollen, reicht es nicht, gegen Nazis zu sein. Wir brauchen dringend einen offenen Diskurs über das Thema Rassismus in Deutschland und weltweit.

Gesellschaft #BlackLivesMatter: Proteste gegen Rassismus weltweit

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis in den USA reißen die Proteste auf der ganzen Welt nicht ab. Überall gehen Menschen auf die Straße, um gegen Rassismus zu demonstrieren.

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