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INTERVIEW

„Auch wenn niemand offen sagt, wir wollen hier keine schwarze Frau in Entscheidungspositionen, trotzdem wird das indirekt vermittelt“, sagt die Journalistin Alice Hasters. Sie hat u.a. in der social media-Abteilung der Tagesschau gearbeitet und dort sehr viele Erfahrungen mit hate posts und hate speech gemacht. „Ich hab gemerkt, da fehlt ein Wissen darüber, was Rassismus ist und wo er anfängt“, sagt Hasters.

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„Rassismus wird man nicht los, nur weil man behauptet, nicht rassistisch zu sein“

Als Schwarze Frau in Deutschland hat die gebürtige Kölnerin diverse Erfahrungen mit Alltagsrassismus gemacht, darüber geschrieben und gesprochen. Zum Beispiel in ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“.

Hasters ist überzeugt: Wenn wir eine antirassistische Gesellschaft sein wollen, reicht es nicht, gegen Nazis zu sein. Wir brauchen dringend einen offenen Diskurs über das Thema Rassismus in Deutschland und weltweit.

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Gespräch Alice Hasters über Die letzte Instanz: Vier Weiße reden über Rassimus und die Redaktion hielt das nicht für ein No Go?

Wie kann eine Talkshow auf die Idee kommen, nur mit weißen Menschen über Alltagsrassismus zu sprechen? Lange Zeit sei das die Norm innerhalb der deutschen Medienlandschaft gewesen, sagt Alice Hasters in SWR2. Betroffene einzuladen sei dagegen eine neue Entwicklung, vielerorts fehle es noch immer an der notwendigen Sensibilität. „Die meisten Menschen glauben, dass sie eine antirassistische Haltung erst einnehmen müssen, wenn Gegenwind kommt. Aber wenn es keiner korrigiert, dann wird immer weiter gemacht“, so Hasters.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Kulturmedienschau Vier weiße Freunde finden Rassismusdebatte „nervig“ – Shitstorm für Talkshow #DieletzteInstanz | 1.2.2021

Die WDR Talk-Show „Die letzte Instanz“, moderiert von Steffen Hallaschka, sorgte mit der am 29. Januar 2021 ausgestrahlten Sendung für eine große Kontroverse in den sozialen Medien. Die geladenen Gäste aus dem Show-Business — darunter keine von Rassismus Betroffenen, keine People of Color — diskutierten recht einhellig am Beispiel der sogenannten „Zigeunersoße“, wie sehr politische Korrektheit ihrer Ansicht nach überzogen wird. Inzwischen entschuldigten sich sowohl der Sender als auch einige der Beteiligten.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gesellschaft #BlackLivesMatter: Proteste gegen Rassismus weltweit

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis in den USA reißen die Proteste auf der ganzen Welt nicht ab. Überall gehen Menschen auf die Straße, um gegen Rassismus zu demonstrieren.  mehr...

SWR Aktuell Rassismus im Alltag: „Darf ich mal deine Haare anfassen?“

Nach dem Tod von George Floyd in den USA demonstrieren Tausende auch im Südwesten gegen Rassismus. Auch hier werden Menschen täglich wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft benachteiligt.  mehr...

Gespräch Erbe deutscher Kolonialvergangenheit: Tahir Della über Rassismus in Deutschland

„Kolonialvergangenheit, koloniale Verbrechen, koloniale Geschichte ist natürlich nicht denkbar ohne Rassismus,“ sagt Tahir Della, Sprecher der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ im SWR2 Journal am Morgen.  mehr...

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Gespräch „Unbequem, sich dem eigenen Rassismus zu stellen“: Sharon Dodua Otoo hält Klagenfurter Rede zur Literatur 2020

„Ich wundere mich, dass der Literaturbetrieb nicht offener ist“, sagt die Autorin Sharon Dodua Otoo in SWR2. In ihrer Rede zur Literatur beim Bachmann-Wettbewerb 2020 mit dem Titel „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“ setzt sich die Autorin mit der Erfahrung von Schwarzen Menschen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander.  mehr...

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