Menschen zeichnen Regentropfen auf eine Betonwand (Foto: IMAGO, Foto: Westend61)

Leben & Gesellschaft

Was Menschen bewegt

STAND

Geschichten, die berühren. Schicksale, die bewegen. Engagierte Debatten über die Entwicklung der Gesellschaft: Was Menschen bewegt, in ihrem Leben und in der Gegenwart.

Diskussion Bauen in Serie – Modulbau gegen Wohnungsnot?

Bauministerin Klara Geywitz möchte 400.000 neue Wohnungen jährlich entstehen lassen. Wie? Durch „serielles Bauen“, eine Art Lego-Prinzip. Industriell vorgefertigte Bauteile sollen die Bauzeit verkürzen, vereinfachen und verbilligen. Läuft „Prefab“, die Vorfabrikation, auf DDR-Plattenbau und Ostblock-Siedlungen hinaus? Muss das monotone Architektur und Bausünden hervorbringen? Welche anspruchsvollen Beispiele für modulare Bauweise und industriellen Wohnungsbau gibt es weltweit? Michael Köhler diskutiert mit Nikolaus Bernau - Architekturkritiker, Berlin, Prof. Dr. Philipp Meuser - Architekt und Publizist, Berlin, Prof. Dr. Christina Simon-Philipp - Stadtplanerin, Hochschule für Technik, Stuttgart  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Welttag der humanitären Hilfe: 300 Millionen Menschen benötigen Unterstützung

Anfang der 2000er Jahre sei humanitäre Hilfe in Höhe von etwa zwei Milliarden Dollar geleistet worden. Heute seien es 40 Milliarden. Das zeige, wie groß der Hilfsbedarf inzwischen sei, sagt Ralf Südhoff, Direktor des Centre for Humanitarian Action, in SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Investigativ-Journalist: Cum-Ex-Skandal wird Kanzlerschaft von Olaf Scholz überschatten

Wird die Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals zur Gefahr für Olaf Scholz? Seine Kanzlerschaft werde der Skandal in jedem Falle bis zum Ende überschatten, sagt der Investigativ-Journalist Oliver Schröm in SWR2. „Der klebt an seiner Schuhsohle wie ein alter Kaugummi.“ Schröm ist Autor eines Buches über die „Cum-Ex-Files“.
Die Affäre sei dabei für Scholz keineswegs ausgestanden. Er sei überzeugt, dass noch manche Details an Licht kommen würden, sagt Oliver Schröm. Bisher habe sich Olaf Scholz mit Blick auf seine Treffen mit dem Chef der Hamburger Warburg-Bank, Christian Olearius, immer wieder auf Erinnerungslücken berufen.
Es gebe jedoch ein als vertraulich gestempeltes Protokoll einer Sitzung des Hamburger Finanzausschusses, in dem Scholz durchaus über Details eines Treffens berichtet habe. Die Abgeordneten im Hamburger Untersuchungsausschuss müssten nun darauf bestehen, dass dieses Protokoll veröffentlich werden könne. Scholz selbst werde vermutlich versuchen, sich mit konkreten Aussagen in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu retten.
Unterdessen gebe es Hinweise, dass in der Hamburger Finanzbehörde im großen Stil Emails gelöscht worden seien. Es gebe Hinweise auf eine Verabredung zum Löschen. Die Kölner Staatsanwaltschaft führe im Zusammenhang mit den Cum-Ex-Betrügereien inzwischen Ermittlungen gegen über 1.300 Personen. Sie habe auch das ehemalige Postfach des Bundeskanzlers durchsuchen lassen, aus Sicht von Schröm ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Auslandskorrespondent*innen im Gespräch Mehr als Sonne und Strand – Reinhard Spiegelhauer berichtet von der Iberischen Halbinsel

Spaniens Energie-Sparplan, die Wasserknappheit in Portugal, der Vogelzug an der Meerenge von Gibraltar, die Folgen des Klimawandels – Reinhard Spiegelhauer berichtet von der Iberischen Halbinsel.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

Gespräch Projekt „Stop Hatespeech”: Wie künstliche Intelligenz Hassrede im Netz bekämpfen kann

„Wie wir im Offline-Leben Zivilcourage zeigen, wenn etwas Ungerechtes geschieht, so müssten wir das Gleiche auch im Internet tun”, sagt Sophie Achermann, Leiterin der Schweizer Initiative „Counter Speech Lab“, in SWR2. Das „Counter Speech Lab“ will mittels Künstlicher Intelligenz gegen Hatespeech im Netz vorgehen. Dafür hat es einen Algorithmus entwickelt, der Hassrede und toxische Sprache in den sozialen Netzwerken mit Hilfe der Community erkennen soll.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Diskussion Kein Geld für Bio – Warum stagniert der Öko-Landbau?

Die Einführung des sechseckigen Bio-Siegels vor über 20 Jahren sollte ein Meilenstein für die Agrarwende sein und der Anstoß, die ökologisch bewirtschaftete Fläche deutlich auszuweiten. Aber bisher hat Deutschland gerade mal 11 Prozent erreicht. Die neue Bundesregierung strebt bis 2030 aber 30 Prozent der Fläche für den Öko-Landbau an. Mit der derzeitigen Förderung sei das illusorisch, rechnen Bioverbände vor. Wegen der Inflation stagniert auch der Absatz bei Bio-Produkten. Stößt der Bio-Landbau an seine Grenzen? Sabine Schütze diskutiert mit Peter Hauk - Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, Annika Zenner - Bio-Landwirtin, Volker Krause - Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Leben Unter Tage - Ein junger Mann möchte Bergmann werden

Timo Jakob ist Mitte 20 und träumt davon, Bergmann zu werden (SWR 2020). Von Marc Bädorf  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Gespräch Wer wird in der Gaskrise entlastet - und wer nicht? – „Kakophonie“ in der Ampel

Bringt die Ampel ein weiteres Entlastungspaket für die Bürgerinnen und Bürger auf den Weg – oder nicht? Bundeskanzler Scholz will es, Finanzminister Lindner zumindest nicht mehr in diesem Jahr. Es sei eine „einzige Kakophonie der Einzelvorschläge“, kommentiert der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke, Redakteur der Blätter für Deutsche und Internationale Politik, in SWR2.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch 98 Prozent in der Ukraine glauben an den Sieg gegen Russland

Der Optimismus in der Ukraine, das Kriegsgeschehen endgültig wenden zu können, sei überwältigend, sagt die Publizistin Liane Bednarz in SWR2. 98 Prozent der Bevölkerung seien nach einer aktuellen ukrainischen Befragung davon überzeugt, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen werde.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Schwarze nicht unsichtbar machen: Jens Balzer über kulturelle Aneignung

„Es geht darum, verfälschte Geschichtsschreibung zu korrigieren“, sagt der Kulturjournalist und Autor Jens Balzer über sein neu erschienenes Buch „Ethik der Appropriation“. In der US-amerikanischen Kulturgeschichte sei es immer wieder um die Aneignung
afroamerikanischer Stile gegangen. Elvis Presley habe sich zum König des Rock 'n' roll ausgerufen, Eric Clapton zum König des Blues. „Dahinter wurden dann die schwarzen Urheberinnen und Urheber unsichtbar.“
Andererseits bestehe Kultur immer aus Aneignungen verschiedener Formen und Stile. Nur müsse man im Einzelfall bewerten, welche kulturellen und eventuell auch rassistischen Muster aufgerufen würden, wenn beispielsweise weiße Musikerinnen und Musiker Dreadlocks trügen. Man müsse bedenken, dass es um Insignien einer ursprünglich versklavten Kultur gehe. Auf der anderen Seite sei allerdings auch Reggae keine indigene Musik, sondern selbst schon eine Melange unterschiedlicher Stile und Musikkulturen.
„Ich würde für etwas mehr Gelassenheit einerseits plädieren und andererseits nochmal überlegen, was sind die Wurzeln dieser Debatte und warum hat die Kritik ihre Berechtigung", versucht Jens Balzer deshalb zwischen den Lagern zu vermitteln. Tatsächlich beruhe, so Balzer, jede Kultur auf Aneignung. Die Frage sei daher nicht, ob Appropriation berechtigt ist, sondern wie man richtig appropriiert. Der Journalist ist davon überzeugt: „Das unterscheidet sich von Fall zu Fall.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Mit Musik Geschichten erzählen – Der Filmkomponist Daniel Michael Kaiser

Daniel Michael Kaiser ist Komponist vieler subtiler Filmmusiken - auch für den Tatort am 16.5. “Wo ist Mike”. Filmmusik, die nur das ohnehin Offensichtliche vertont, reizt ihn überhaupt nicht.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

Diskussion Was wird aus der Vision der Kosmopoliten?

Es diskutieren: Ijoma Mangold - Autor und Kulturkorrespondent der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, Dr. Matthias Politycki - Schriftsteller, Hamburg/München, Prof. Dr. Gesine Schwan - Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform, Moderation: Norbert Lang  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Leben Von der Sucht gesund zu essen - Wenn Ernährung zur Ersatzreligion wird

Nils Binnbergs Leben wurde viele Jahre nur noch von der Frage nach dem richtigen Essen bestimmt. Der Zwang sich gesund zu ernähren ist für viele zur Ersatzreligion geworden und kann krank machen. (SWR 2020)  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Gespräch Verkehrsexpertin: Sicherer Radverkehr in Städten benötigt viele kleine Schritte

Besserer Radverkehr in den Städten sei oft mit unpopulären Entscheidungen verbunden, sagt die Verkehrsexpertin Martina Lohmeier in SWR2. Mehr Platz für Fahrräder bedeute häufig eben weniger Platz für andere Verkehrsteilnehmer. Lohmeier ist Professorin an der Wiesbadener Hochschule RheinMain (HSRM) für Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Beim 60. Verkehrsgerichtstag in Goslar debattieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unter anderem darüber, wie der Radverkehr in Städten sicherer werden kann.
In fahrradfreundlichen Städten wie Freiburg und Karlsruhe gebe es einfach den politischen Willen zu mehr Radverkehr, sagt die Verkehrsexpertin. Dort habe man frühzeitig festgestellt, dass insgesamt zu wenig Leute öffentliche Verkehrsmittel nutzen. "Es werden in diesen Städten nicht die Unmöglichkeiten diskutiert, sondern das, was geht", so Lohmeier.
Veränderungen seien dabei immer nur in kleinen Schritten möglich, müssten aber auch angegangen werden. Voraussetzungen für mehr Radverkehr in den Städten sei vor allem eine sichere Infrastruktur, mehr Platz zum Fahren und Abstellen von Fahrrädern. Erforderlich sei auch ein Rad-Vorrangnetz, Flächen, die vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung gestellt werden könnten.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Bildungsforscher zur Jugend in Deutschland: Krisenbewusstsein und hervorragende Berufsaussichten gleichzeitig

Die Erfahrung von Pandemie und Krieg habe Jugendliche weniger verunsichert, als es oft scheine, sagt der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in SWR2. Ein großer Teil der Jugendlichen sei "krisensensibel", ja "krisenbewusst", so Hurrelmann über die Ergebnisse seiner Studie "Jugend in Deutschland". Das werde auch entsprechend artikuliert: "Wir leben in krisenhaften Zeiten", so sähen sich viele Jugendliche. "Und da kann, sozusagen, eine weiter hinzukommende Krise diese jungen Leute nicht aus den Schuhen kippen."
Mit Blick auf ihre Zukunftsaussichten seien viele Jugendliche gespalten. Auf der einen Seite werde die Klimakrise als Bedrohung wahrgenommen. Auf der anderen Seite stünden gute Perspektiven für die eigene Laufbahn, so Hurrelmann: "Sie haben hervorragende berufliche Chancen, und ich glaube, das führt dazu, dass diese psychische Verunsicherung, die wir sehr deutlich merken können, sich nicht dramatisch auswirkt." Die Jugendlichen würden sehen, dass sie materiell insgesamt noch ziemlich gut gesichert seien.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN
SWR