Gespräch

#IchbinHanna — Nachwuchs-Wissenschaftler*innen hoffen auf Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in 2022

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Sie blicke optimistisch in das Jahr 2022, sagt Amrei Bahr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Düsseldorf in SWR2 in Bezug auf den Erfolg der im Sommer 2021 auf Twitter gestarteten Kampagne #IchbinHanna. Darin hatten Nachwuchswissenschaftler*innen auf die prekären Arbeitsbedingungen durch befristete Verträge aufmerksam gemacht.

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Wissenschaftlerin Amrei Bahr, Mitinitiatorin der Aktion #IchBinHanna (Foto: privat | Susanne Kurz)
Wissenschaftlerin Amrei Bahr, Mitinitiatorin der Aktion #IchBinHanna, die auf die schlechten Beschäftigungsverhältnisse für den wissenschaftlichen Nachwuchs aufmerksam macht privat | Susanne Kurz

Die Kampagne hat offenbar etwas bewirkt. So hat die Humboldt-Universität Berlin nun zum einen Verfassungsbeschwerde gegen das Berliner Hochschulgesetz eingereicht, was die Entfristung von wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen erzwingen könnte, zum anderen will der Gesetzgeber das umstrittene Gesetz bis Ende März 2022 evaluieren. Wenn die Ergebnisse vorliegen, will auch die Hochschuldirektorenkonferenz neue Beschlüsse zur Befristung von wissenschaftlichen Nachwuchskräften schaffen.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass auch im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung unsere Forderungen enthalten sind“, sagt Amrei Bahr. Darüber hinaus hoffe sie, dass sich auch in anderen Bereichen der befristeten Beschäftigungsverhältnisse etwas zum Positiven wenden könnte: „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind immer beanstandenswert, egal in welchem Bereich.“

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