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Eine Spaltung im Kampf um die Macht

In Dresden findet am Wochenende der Parteitag der AFD statt. Im Zentrum steht die Debatte um ein Wahlprogramm. Über das Spitzenpersonal soll dann gesondert in einer Online-Befragung abgestimmt werden.

Es gebe in der AfD keine große Spaltung zwischen den Rechtsextremen und den Bürgerlichen, sagt Michael Lühmann, Politikwissenschaftler am Göttinger Institut für Demokratieforschung. Es gebe hingegen vor allem eine Spaltung im Kampf um die Macht.

Stimmeneinbußen im Südwesten, stabile Zahlen im Osten

Auch zwischen Jörg Meuthen und Alice Weidel gehe es nicht so sehr um mehr oder weniger radikale Spitzenkandidaten der Partei, sondern nur um die Macht. Jörg Meuthen habe sich früher immer vor den rechtsradikalen „Flügel“ gestellt. Erst seit es um die Macht in der Partei gehe, sei die Spaltung der Partei massiv und manifest.

Die vermeintlich bürgerlichen Teile der AfD im Südwesten haben bei den Landtagswahlen gerade deutlich Stimmen eingebüßt. Die radikalen Verbände im Osten Deutschlands seien hingegen relativ stabil und versuchten die weitere Ausrichtung der AfD zu bestimmen. Die Idee einer „völkischen Ost-Partei“ schwebe in vielen Köpfen und werde weiterhin ein großes Thema in der AfD sein.

Was ihr Wahlprogramm betreffe, versuche die AfD im Prinzip immer, mit „menschenfeindlichen oder demokratiefeindlichen Positionen irgendetwas zu gewinnen“. Die Corona-Krise sei jetzt allerdings anders und gehe an die Substanz. Das sei nicht die Stunde von „rechten Chaoten, die die Demokratie angreifen wollen“. Die AfD werde deshalb von der Corona-Krise nicht profitieren, meint Michael Lühmann.

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