Kunstbiennale Venedig 2019

Franciska Zólyom kuratiert den deutschen Pavillon bei der Biennale

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Franciska Zólyom kuratiert den Deutschen Pavillon für die Kunstbiennale 2019 in Venedig. Die 45-Jährige ist die erste Biennale-Kuratorin aus den Neuen Bundesländern. Im Hauptberuf leitet sie die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig. Für die Biennale wählte sie eine Künstlerin, die sich mit Migrationsbewegungen und der aktuellen Flüchtlingspolitik auseinandersetzt. Das Leben zwischen den Kulturen ist auch Kuratorin Franciska Zólyom nicht ganz fremd. Sie ist in Libyen und Deutschland groß geworden und hat bis heute einen ungarischen Pass.

Gespräch Kunstbiennale Venedig – Maria Eichhorn mit einzigartiger Konzeptkunst im deutschen Pavillon

Das Kunst- Projekt „Relocating a Structure“, das die deutsche Konzeptkünstlerin Maria Eichhorn im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig präsentiert, sei eindeutig einzigartig, sagte der Kurator des Deutschen Pavillons, Yilmaz Dziewior in SWR2. Das dreiteilige Werk, verändere die Sicht auf den Nazibau aus dem Jahr 1909. „Die Erkenntnisse, die Maria Eichhorn in Form ihrer Untersuchungen gewonnen hat, sind wirklich neu“, betonte Dziewior. Gleichzeitig sprach sich der Kunsthistoriker für ein Beibehalten der nationalen Pavillons auf der Kunstbiennale von Venedig aus. „Die Beiträge, die ich in den Landespavillons gesehen habe, die entstehen aus der Situation heraus, dass man in einem Länderpavillon ausstellt. Ich würde mich dafür stark machen, dass er erhalten bleibt. Grundsätzlich sei bei der diesjährigen 59. Kunstbiennale natürlich der Krieg in der Ukraine sehr präsent“, so Dziewior. Dennoch ließen sich in dem Zusammenhang auch positive Beobachtungen machen: „Was ich merke ist die völkerverständigende Kraft, die die Kunst hat.“ Die Solidarität mit der Ukraine sei sehr groß.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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