Gesellschaft

Ängste, Gerüchte, Verschwörungstheorien: Impfungen für Geflüchtete

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In Unterkünften für Geflüchtete geht es eng zu — eine Corona-Infektion breitet sich unter diesen Bedingungen schnell aus. Deshalb sollen am ersten Mai-Wochenende 2021 in den baden-württembergischen Unterkünften mit mobilen Impfteams geimpft werden. Ein Problem ist allerdings die niedrige Impfbereitschaft bei Geflüchteten.

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In der Impfverordnung des Bundes sind die Bewohner von Asylunterkünften in der zweiten Priorität impfberechtigt. Eine Umfrage des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg bei den Landkreisen hat allerdings ergeben, dass schätzungsweise nur 20 bis 50 Prozent der Geflüchteten sich impfen lassen wollen.

Vorbehalte und Verschwörungsmythen

In Rheinland-Pfalz ist die Impfkampagne in den Unterkünften zwar noch nicht gestartet, aber auch der Leiter des Migrationsbüros der Malteser, Behrouz Asadi, kennt die Vorbehalte, die gegen die Impfung vorherrschen.

So habe etwa die Diskussion um AstraZeneca für große Unsicherheit geführt, junge Menschen befürchteten etwa eine drohende Unfruchtbarkeit nach der Impfung, andere glaubten, dass mit der Impfung Chips in den Körper eingesetzt werden würden.

Aufklärungsarbeit ist wichtig

Hier spiegeln sich die Verschwörungsmythen und Fehlinformationen, die auch im Rest der Gesellschaft kursieren. Besonders spezifisch ist wiederum, dass Geflüchtete befürchten, nach erfolgter Impfung einfacher in ihre Herkunftländer abgeschoben zu werden.

Die Organisationen in der Arbeit mit Geflüchteten setzen hier auf Aufklärung und Kommunikation. Dabei helfen die mehrsprachigen Informationsmaterialien des Sozialministeriums und vor allem persönliche Überzeugungsarbeit.

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