Tagesgespräch Bernhard Vogel (CDU): "Manche in der CDU nehmen sich die SPD zum Vorbild“

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Sendezeit
7:07 Uhr
Sender
SWR2

Der CDU-Politiker und Ministerpräsident a.D., Bernhard Vogel, kritisiert die Personaldebatte in seiner Partei nach dem schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl in Thüringen.

Im SWR2-Tagesgespräch sagte Vogel, er habe Verständnis dafür, dass nach einer verlorenen Wahl derartige Diskussionen geführt würden, die Argumente könne er aber nicht teilen. Vogel ist sich sicher, dass die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer den Führungsstreit durchstehen werde.

Die Bundesregierung habe Probleme, "grottenschlecht“, wie Friedrich Merz behauptet, sei sie aber nicht. Offenbar sei bei dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Ehrgeiz im Spiel. Vogel weiter: "Ich würde mir wünschen, dass sich alle, die sich jetzt zu Wort melden, sich auch auf dem Parteitag zu Wort melden und dann auch zur Kenntnis nehmen, was die Partei als Antwort gibt."

Gegen Koalition mit Linkspartei


Zur Thüringen-Wahl sagte Vogel: "Gesprächsangebote muss man annehmen, wenn es sich nicht um ein Angebot von der AfD handelt. Aber eine Koalition mit der Linkspartei kommt für mich nach wie vor nicht in Frage. Die Partei, die in der Nachfolgeschaft der SED steht und die Partei, die für die Wiedervereinigung steht, können nicht miteinander koalieren.“

Vogel, der auch Ehrenvorsitzender der CDU-Thüringen ist, zur Zukunft des Landesvorsitzenden Mike Mohring: "Selbstverständlich ist er der Richtige, um die Gespräche zu führen (…) Er hat alles, was er geben konnte, in diesem Wahlkampf gegeben (…) Was nicht heißt, dass nicht in Ruhe in einiger Zeit noch einmal analysiert werden muss, warum wir so schlecht abgeschnitten haben.“

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